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Neusäß

10.07.2017

Wetter kann Stimmung nicht trüben

Auch wenn der Auftakt wegen eines drohenden Unwetters vorzeitig beendet wurde: Vom launischen Wetter während des ersten Stadtfest-Wochenendes ließ sich in Neusäß niemand die Stimmung trüben. Neben viel Musik war an den Ständen buchstäblich für jeden Geschmack etwas geboten. Am Donnerstagabend wird das bunte Kulturprogramm mit Gastronomie und Gewerbe fortgesetzt.
Bild: Marcus Merk

Das Neusässer Stadtfest lockte schon am ersten Wochenende tausende Besucher in die Innenstadt. Einzig dem Wettergott schien irgendetwas an dem gelungenen Festauftakt nicht ganz gefallen zu haben, denn um Punkt 22 Uhr war Schluss mit Feiern: Aufgrund eines drohenden Unwetters wurden die Besucher über Lautsprecherdurchsagen gebeten, das Festgelände umgehend zu verlassen.

 Der professionellen Einsatzbereitschaft der Hilfskräfte und dem vernünftigen Verhalten der Besucher war es zu verdanken, dass dieses Ende absolut friedlich und in geordneten Bahnen verlief. Bürgermeister Richard Greiner sagte: „Die Sicherheit geht einfach vor. Wir haben uns auf alle Eventualitäten vorbereitet, aber das Wetter haben halt auch wir noch nicht im Griff.“

Trotzdem: Viele Gäste sahen vor allem in der Vielfalt an Angeboten und Attraktionen ein gelungenes Konzept des Organisatorenteams: Statt der üblichen Bratwürst’ mit Senf gab es vegetarischen Bulgursalat oder exotische Dattelspieße, statt anonymem Kommerz stehen vielmehr die Angebote der regionalen Kunsthandwerker und Vereine im Vordergrund.

Zum ersten mal auf dem Stadtfest mit dabei ist der Stand der Flüchtlinge, an welchem selbst gebackene Leckerbissen aus Afghanistan angeboten werden, aber auch die schwäbischen Kirschnudeln der engagierten Asylhelferinnen. Mitten im Geschehen ist auch Steinmetz Felix Adelwarth zu finden, der schweißüberströmt mit Hammer und Meisel an einer steinernen Säule arbeitet. Zusammen mit Dominik Faßnacht hat er eine ganz besondere Mission: „Wir versuchen auf diesem Fest, den Leuten wieder das echte Handwerk näher zu bringen.“ Erfolg scheinen die beiden Vertreter ihrer Zunft durchaus zu haben, denn es verging keine Minute, in welcher keine interessierten Besucher fasziniert bei den handwerklichen Vorführungen zugesehen haben.

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Doch Tradition und Moderne verschmolzen hier nicht nur an den Buden der zahlreichen Fieranten, denn schon am Freitagabend begannen sich im rasanten Tempo die Tische an den beiden Konzertbühnen zu füllen: Auf der Parkbühne trieb die Ausnahmecombo Mistcapala mit musikalischem Schabernack und bissigem Kabarett ihr zünftiges Unwesen, während einige Gassen weiter die Stimmenkünstler von Cash-n-Go mit einem musikalischen Spitzenprogramm dafür sorgten, dass trotz des einsetzenden Regens kaum mehr ein freier Platz an den Tischen zu finden war – die Besucher jubelten unter den Regenschirmen einfach weiter bei den originellen A-Capella-Späßen der schillernden Gruppe mit.

Am Samstag wurde es schließlich wieder richtig heiß – nicht zuletzt, was das bunte Showprogramm auf den Bühnen anbelangte: Bis aus Rom war die „Brass’n’Roll“-Band Veeblefetzer angereist, um einen explosiven Musik-Zirkus aus Reggae, Swing und Folk auf die Gäste loszulassen, während die Narrneusia tänzerisch in die funkelnde Welt der Götter entschwebte.

Trotz all der Menschenmassen auf dem Gelände: Das Stadtfest verstrahlt auch dieses Jahr wieder ein Ambiente voller familiärer Gemütlichkeit. Angenehm ist zudem, dass sich die Versorgungskultur nicht etwa auf ein großes Bierzelt beschränkt, sondern sich auf zahllose kleine Tischchen und Straßencafés verteilt. Kulturbüroleiterin Anneli Bronner war hochzufrieden über das erste Feierwochenende: „Alles läuft optimal. Und die Stimmung ist wunderbar.“ "Sonderseite 4

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Mehr Bilder vom Stadtfest Neusäß gibt es unter

www.augsburger-allgemeine.de/ bilder/augsburg-land/

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