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Auftakt

21.03.2019

Wie Biberbach noch vitaler werden will

Die Gemeinde ist bei einem Drei-Jahres-Projekt dabei. Was dabei geboten wird und was nun ansteht

Vital und gesund will jeder sein, doch wie erreicht man dieses Ziel? Mit dem Drei-Jahres-Projekt „Vital dahoim“ will Biberbach seinen Bürgern das Rüstzeug für ein gesundes Leben an die Hand geben. Bei der Auftaktveranstaltung in der Grundschule erfuhren die Biberbacher, worum es geht und was sie von der knapp 160000 Euro schweren Maßnahme haben. Seit dem Start im Sommer 2018 wurden Daten gesammelt und Konzeptpläne erstellt. Grundlagen und erste Ergebnisse stellten die Hauptakteure nun vor.

Gut 140000 Euro und damit den Löwenanteil der Projektkosten finanziert die AOK Bayern aus ihrem Fördertopf für Präventionsmaßnahmen.

Aus der Gemeindekasse kommen knapp 16000 Euro dazu. Seit 2016 seien Fördergelder an fünfzig Kommunen in Bayern geflossen, so Jan Feichtenbeiner von der AOK Bayern. Im Landkreis Augsburg ist Biberbach die erste geförderte Kommune, gratulierte der stellvertretende Landrat Heinz Liebert zum Erfolg der Bewerbung.

Wie Biberbach noch vitaler werden will

Es sollten bestehende Angebote rund um die Gesundheit verknüpft und noch fehlende Angebote angestoßen werden, umriss Gesundheitsmanagerin Lena Malsch die Zielsetzung. Im Auftrag der Gemeinde koordiniert die Fachfrau des ASB das Biberbacher Projekt. Man werde keinesfalls Konkurrenzveranstaltungen zum bestehenden Angebot starten, so Malsch.

„Es ist schon super, wie es ist“, lobte die 25-jährige Münchnerin die aktiven Biberbacher. Nun gelte es, an bestehende Strukturen anzuknüpfen und Informationen effektiver zugänglich zu machen. Dazu arbeitet sie Hand in Hand mit ihrem ASB-Kollegen Jens Tietböhl, der bei der Gemeinde als Koordinator für soziale Tätigkeiten, Ehrenamt und freiwilliges Engagement verpflichtet ist.

Die zentrale Informationsquelle für Gesundheitsthemen ist ab sofort die Internetseite www.vital-dahoim.de, wo alle Projekt- und Angebotsinformationen gebündelt zugänglich sind. Übersichtlich gegliedert findet sich dort alles vom Termin zum Rehasport über den Mittagstisch der Bürgergemeinschaft bis zum Musikunterricht. Denn zum Wohlbefinden tragen nicht nur gute Blutwerte oder Ausdauersport bei, ist die Erkenntnis vieler Studien. Gemeinschaft und Geselligkeit ist ein weiterer wichtiger Anker für ein gesundes Leben.

Auf dem Portal im Netz finden sich auch die ersten Ergebnisse der Fragebogenaktion, für die im November und Dezember 2018 alle Bürger angeschrieben wurden. Die Auswertung der 627 ausgefüllten Fragebogen durch die Fachleute der Universität Augsburg hat bisher einiges an Daten ergeben.

Über die Hälfte der Biberbacher stufen ihren Gesundheitszustand als gut ein, fünfzehn Prozent sogar als sehr gut. Mittelmäßig geht es nach eigener Einschätzung immerhin noch 28 Prozent. Nicht so toll finden sie die Barrierefreiheit im Ort, die Versorgung durch Ärzte und Apotheke bekam Pluspunkte. Über 60 Prozent der Befragten liegt die körperliche Bewegung als Gesundheitsthema Nummer eins am Herzen; Suchtthemen waren das Schlusslicht des Interesses. Onlineangebote interessierten die Befragten nur wenig, Angebote in offenen Gruppen wünschten sich 40 Prozent, dicht gefolgt von Kursangeboten über begrenzte Zeiträume. Flexibilität hat sich als wichtiger Faktor herausgestellt.

Transparenz schaffte Malsch auch bei den Ausgaben. Knapp 48000 Euro wird die Projektkoordination kosten, für Marketing und die Homepage wird noch einmal dieselbe Summe fällig. Die Universität bekommt knapp 40000 Euro für ihre Arbeit.

Ein Seminar für ehrenamtliche Gesundheitslotsen, die nach Projektende die Fäden des Gesundheitsangebots weiter in den Händen halten sollen, steht mit 1800 Euro im Kostenplan. 20400 Euro stehen über den 3-jährigen Projektzeitraum für offene Gruppenangebote und die Beratung und Planung für Raumgestaltung zur Verfügung.

„Alle mitnehmen“, will Bürgermeister Wolfgang Jarasch auf den Weg zur noch gesünderen Kommune. Dazu sind alle Bürger zur Zukunftswerkstatt am Samstag, 23. März, in die Grundschule eingeladen. Von 13.30 bis 18 Uhr soll ausgetüftelt werden, welche Angebote die Biberbacher sich noch wünschen, wie die Informationen verteilt werden sollen und wie ehrenamtliches Engagement gestärkt und eingebunden werden kann.

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