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Dinkelscherben-Häder

23.04.2016

Wie Schüler ihre Schule selber machen

Wie pflanzt man eigentlich Bohnen? Manuel, Heike Zimmermann, Schulleiterin Petra Sternegger, Alina, Bürgermeister Edgar Kalb, Florian und Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr (von links) haben es bei der Einweihung des Montessori-Campus gelernt.
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Wie pflanzt man eigentlich Bohnen? Manuel, Heike Zimmermann, Schulleiterin Petra Sternegger, Alina, Bürgermeister Edgar Kalb, Florian und Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr (von links) haben es bei der Einweihung des Montessori-Campus gelernt.
Bild: Marcus Merk

In Dinkelscherben wurde der Montessori-Campus nun offiziell eingeweiht. Für die Zukunft der Schule hat Bürgermeister Kalb einen ganz besonderen Wunsch.

Es ist eine besondere Schule, die sich da im Idyll der Westlichen Wälder findet: Der Montessori-Campus im Dinkelscherber Ortsteil Häder ist gestern feierlich eingeweiht worden. In der ehemaligen Volksschule werden Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis zehn unterrichtet. Das Konzept der Schule basiert auf dem „Erdkinderplan“: Das von der Ärztin Maria Montessori entwickelte Erziehungskonzept besagt, dass sich Jugendliche während der Pubertät am besten außerhalb des Elternhauses entwickelten, in einem unabhängigen Umfeld.

In der selbst verwalteten Schule übernehmen die Schüler Verantwortung, haben Koch- und Putzdienst und entwickeln eigenständig Ideen und Projekte. Bereits der Umbau des alten Schulhauses, bei dem die Schüler überall mit anpackten, fiel darunter. Der Name des Projekts: „Wir machen Schule“. Schülersprecher Elias erinnert sich: „Anfangs waren wir ziemlich skeptisch, ob das Projekt überhaupt realisierbar ist.“

Inzwischen ist aus dem alten Schulhaus ein modernes, lichtdurchflutetes Gebäude geworden, an das sich ein großer Garten mit Kräuterbeeten, Gewächshäusern und bunt bepflanzten Blumenkübeln anschließt. Die Kosten für den Umbau belaufen sich Montessori-Geschäftsführerin Isabelle Reiter zufolge auf mehr als eine Million Euro – knapp die Hälfte davon wurde staatlich gefördert. Der Rest musste aus eigener Kraft aufgebracht werden. Robert Farthmann, Finanzvorstand der Montessori-Schule, bedankte sich insbesondere bei den Sponsoren, die während zeitweiser finanzieller Engpässe Gelder aufbrachten, um den Umbau fertigstellen zu können.

Wie Schüler ihre Schule selber machen

Landtagsabgeordnete Simone Strohmayr (SPD) zeigte sich erfreut über den neuen Campus in Häder: „Die Privatschulen in Bayern hatten es in den letzten Jahren nicht leicht. Daher freue ich mich um so mehr, dass eine so kleine Schule ein so großes Projekt umsetzen konnte.“ Auch Landrat Martin Sailer (CSU) freute sich, dass die Schule das Profil des “Bildungslandkreise weiter abrunde.

Schulleiterin Petra Sternegger zeigte sich erleichtert, dass die Arbeiten nun größtenteils abgeschlossen sind, hofft aber, „dass weiterhin viel zu tun bleibt, bei dem die Schüler mitarbeiten können“. Bürgermeister Edgar Kalb (UW 14) präsentierte gleich eine Idee, mit deren Umsetzung man sich in Zukunft beschäftigen könne: „Ich wünsche mir einen Abiturjahrgang in Dinkelscherben.“

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