Newsticker
Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise schon am Dienstag
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Wie Zusmarshausen den Förderverein der Seniorenheime unterstützen will

Zusmarshausen

08.12.2020

Wie Zusmarshausen den Förderverein der Seniorenheime unterstützen will

Das Seniorenzentrum in Zusmarshausen wurde 2003 eröffnet. Es bietet Platz für 79 Bewohner auf drei Etagen.
Bild: Marcus Merk/Archiv

Plus Zusmarshausen ist jetzt Mitglied im Förderverein Bündnis Hospital Dinkelscherben-Zusmarshausen. Doch wie viel Geld soll der Verein bekommen?

Im Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen gibt es viel zu tun. Und nicht nur dort. Auch im Seniorenheim in Dinkelscherben ist die To-do-Liste noch lange nicht abgearbeitet. Das Heim stand vor gut zwei Jahren schon einmal vor der Schließung. Um mit den Arbeiten in beiden Häusern voranzukommen, war Josef Guggemos am Donnerstagabend im Marktgemeinderat in Zusmarshausen zu Gast. Der Vorsitzende des Fördervereins der beiden Senioreneinrichtungen hat die Gemeinden um Unterstützung gebeten. Die wurde ihm auch zugesagt. Nur bei die Art und Weise bestand Diskussionsbedarf.

So war der Marktgemeinderat sich einig, dass die Kommune Mitglied im Förderverein Bündnis Hospital Dinkelscherben - Zusmarshausen wird. Der Verein hat derzeit 1100 Mitglieder. Mindestens 16,05 Euro kostet der jährliche Beitrag. Die Summe kann je nach eigenem Ermessen und Kontostand des Mitglieds erhöht werden. Josef Guggenmos hatte außerdem darum gebeten, dem Förderverein eine jährliche Zuwendung von einem Euro für jeden Einwohner zukommen zu lassen. Das wären in Zusmarshausen 6471 Euro.

Was im Seniorenzentrum in Zusmarshausen geschehen soll

Alfred Hegele ( CSU) wies darauf hin, dass auch die Sozialstation jährlich einen Euro pro Einwohner von der Gemeinde erhalte. Er bat darum, den Förderverein der Senioreneinrichtungen genauso zu bedenken. Auch Susanne Hippeli, die stellvertretend für den Fraktionsvorsitzenden Harry Jurasachek für die Bürgerliste Zusmarshausen sprach, befürwortete diesen Vorschlag. Es sei mehr als sinnvoll, das Geld an dieser Stelle zu investieren, fand sie. Außerdem wollte Susanne Hippeli wissen, welche Investitionen im Seniorenzentrum St. Albert in Zusmarshausen anstehen. Unter anderem geht es dem Förderverein um die Brandmelder und die dazugehörige Anlage, um die EDV, die Anschaffung von Niederflurbetten, einen Aufzug im Wirtschaftsgebäude und Dienstkleidung.

Der Neubau des Seniorenheims St. Albert in Zusmarshausen aus dem Jahr 2018.
Bild: Marcus Merk

Josef Guggenmos zählte weitere Projekte auf und berichtete von bereits erfolgreich abgeschlossenen Arbeiten. Dazu gehören beispielsweise die Innenhöfe, in denen viele Helfer auch ohne Bezahlung mit angepackt hätten, um beispielsweise einen schönen Garten anzulegen. Wenn die Gemeinden hinter dem Förderverein stehen würden, hätte er auch private Dienstleister hinter sich, war Josef Guggenmos überzeugt. Er betonte mehrfach, dass er jedes Jahr erneut im Gemeinderat anfragen würde, um die Zuwendungen der Gemeinden zu erhalten. Verhandeln wolle er darüber aber nicht.

Die Förderung hängt von den jeweiligen Projekten ab

Ingrid Hafner-Eichner riet als CSU-Fraktionsvorsitzende dazu, die Pflegeleistung der Sozialstation anders zu bewerten als die Arbeit des Fördervereins. Sie schlug vor, dem Verein statt der 6471 Euro jährlich 3000 Euro zukommen zu lassen und weitere Fördermittel vom jeweils anstehenden Projekt abhängig zu machen.

Der Fraktionsvorsitzende der Freien Wählervereinigung, Joachim Weldishofer, wollte den Mitgliedsbeitrag auf 1000 Euro pro Jahr festlegen und über freiwillige Leistungen entscheiden, wenn die Haushaltsberatungen in Zusmarshausen abgeschlossen sind. Er warf die Frage auf, ob der Förderverein grundsätzlich mehr Aufgaben übernimmt, als er müsste, und ob in manchen Fällen nicht auch die Hospitalstiftung als Betreiber der Seniorenheime zuständig wäre.

Bürgermeister Bernhard Uhl erklärte, dass die Stiftung nicht in der Lage sei, alles zu stemmen. Hubert Kraus (CSU) gab zu bedenken, dass Dinkelscherben 415 Euro bezahlen wolle und verwies darauf, dass ein seltsames Bild entstehen könnte, wenn Zusmarshausen 1000 Euro Mitgliedsbeitrag beschließt. Er bat ebenfalls darum, die Frage nach der Zuwendung von einem Euro pro Einwohner auf die Haushaltsberatungen zu verschieben.

Der Förderverein erhält somit zunächst 415 Euro Jahresbeitrag von Zusmarshausen für seine Arbeit rund um die beiden Senioreneinrichtungen. Über die Höhe weiterer finanzieller Förderungen will der Rat nach den Haushaltsberatungen entscheiden. Josef Guggenmos hatte ausdrücklich erklärt, dass auch ehrenamtlich geleistete Arbeit eine Unterstützung sei. Gut 8700 Arbeitsstunden seien in diesem Jahr geleistet worden.

Lesen Sie dazu auch:

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren