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Basteln

30.01.2020

Wie aus Kalendern schöne Grußkarten werden

Mit den bunten Glückwunschkarten bereitet Gertrud Süßmilch ihren Freunden und Bekannten nicht nur Freude, sondern auch Trost.
Bild: Michaela Krämer

Gertrud Süßmilch aus Steinekirch gibt Tipps, wie aus alten Kalendern Neues gebastelt werden kann

Auf dem Tisch im Wohnzimmer liegen unzählige bunte Glückwunschkarten. Die unterschiedlichen Motive wie Blumen, Landschaften, Tiere oder auch gemalte Bilder hat Gertrud Süßmilch aus Kalendern herausgeschnitten, erneut zusammengeklebt und gefaltet, um Freunden zum runden Geburtstag, zur goldenen Hochzeit oder auch Menschen, die im Krankenhaus liegen, eine Freude zu machen. Anlässe gibt es genügend, sagt die taffe 73-Jährige.

Ihre Karten sind liebevoll kreierte Unikate. Ein Bastelbuch braucht sie nicht, sie hat genug Ideen im Kopf. Und so entwickelte sie wahre Kunstwerke mit ihren Glückwunschkarten, denn sie hat Freude daran. Die Hände einfach in den Schoß legen? Für Gertrud Süßmilch undenkbar.

Vor zwanzig Jahren hat Gertrud Süßmilch mit dem Basteln angefangen, denn nach dem Tod ihres Mannes konnte sie nicht schlafen. „Ich suchte eine Beschäftigung.“ Vor zehn Jahren hat sie dann begonnen, Glückwunschkarten zu entwerfen, erzählt sie. Sie experimentierte mit verschiedenen Papiermotiven, die sie aus Kalenderbildern schneidet. Unzähliges Material hat sie dafür im Keller aufbewahrt.

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Auf dem Tisch steht ein Karton. Hier hat sie die ausgeschnittenen Motive nach Themen sortiert. Auch Kalendersprüche liegen dabei. Die Karten sind aufklappbar und mit schönen Sprüchen oder Gedichten, kleinen Texten oder Lebensweisheiten beklebt und hübsch verziert. „Immer halt passend zum Anlass“, sagt sie. Auch ihre Enkelkinder beschenkt sie damit gerne. „Sie bekommen von mir ein Geldgeschenk, damit sie sich selbst etwas kaufen können.“ Der Geldschein kommt in kleine Umschläge, die sie extra dafür anfertigt. Für die Karten hat sie auch passende Kuverts zugeschnitten. Natürlich könnte sie die Glückwunschkarten einfach auch im Laden kaufen. Aber noch schöner und viel persönlicher wird es, wenn sie selbst gebastelt sind. Einmal hat sie jemandem eine Karte geschickt. Der Empfänger hat sich so sehr gefreut, dass er ihr aus Freude darüber einen zwei Seiten langen Brief geschrieben hat. Und natürlich freut sich die rüstige Rentnerin auch über solche positiven Rückmeldungen.

Aus dem Gartenkalender unserer Zeitung beispielsweise sind sehr viele Karten entstanden. „Das Papier ist dafür sehr gut geeignet“, sagt sie. „Es entstehen beim Falten keine unschönen Bruchkanten, weil das Papier glatt ist.“ Neben den Glückwunschkarten hatte sie früher schon Fensterbilder in Form eines Clowns gebastelt. Diese verschenkt sie jetzt ans Altenheim, vielleicht auch an Kindergärten.

Momentan ist Gertrud Süßmilch am Aufräumen. „Ich habe so viele Kalender im Keller gestapelt, die ich früher gesammelt habe, ich konnte einfach nichts wegwerfen. Aber einmal muss man halt anfangen, auszumisten.“ Das bedeutet aber nicht, dass sie mit ihrem Hobby jetzt aufhört. „Es macht immer noch sehr viel Spaß“, sagt sie.

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