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Geschichte

17.06.2019

Wie das KZ-Außenlager ausgesehen hat

Vortrag informiert über Ergebnisse der Ausgrabungen in Gablingen

Über die Ausgrabungen im KZ-Außenlager 14/5a-4 Messerschmitt AG in Gablingen informiert ein Vortrag mit Ruth Sandner vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege in Thierhaupten. Beginn der Veranstaltung ist am Montag, 1. Juli, um 19 Uhr im Feuerwehrhaus Gablingen, Schulungsraum.

Kaufering VII, Mühldorfer Hart, Gablingen und Flossenbürg, München-Allach: Die Liste archäologischer Untersuchungen an Schauplätzen des Holocaust und der Zwangsarbeit wird ständig länger. Wie so oft führt die Archäologie und mit ihr die archäologische Restaurierung näher an die historische Wirklichkeit heran als alle anderen Quellen.

So auch in Gablingen. Dort wurden, wie berichtet, bauvorgreifend umfangreiche archäologische Untersuchungen durchgeführt. Die dabei angetroffenen Befunde reichen bis in die Zeit zurück, als das Gelände noch nicht militärisch genutzt wurde.

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Während des Zweiten Weltkriegs entwickelte sich der Flugplatz Gersthofen-Gablingen zur Drehscheibe des Verkehrs. Von 1942 an nutzte auch die Firma Messerschmitt den Flugplatz als Reparaturwerft, Materiallager, Montagestätte und zur Erprobung.

Um dem kriegsbedingten Arbeitskräftemangel zu begegnen, begannen die Nationalsozialisten ab 1943 auch im Großraum Augsburg damit, KZ-Außenlager einzurichten.

Dort mussten die Häftlinge vornehmlich für die Firma Messerschmitt Zwangsarbeit in der Rüstungsindustrie leisten. Die Zahl der Außenlager wuchs rapide an. Spätestens im Februar 1944 brachte man Häftlinge auch in das KZ-Außenlager „14/5a-4 Messerschmitt AG Gablingen“.

Luftbilder der Alliiertenluftaufklärung gaben schon vor Beginn der archäologischen Untersuchungen einen Eindruck von der räumlichen Gliederung des Geländes und ließen bauliche Veränderungen erkennen. Doch nach dem vollflächigen Oberbodenabtrag stellte sich die Lagerstruktur im archäologischen Befund deutlich kleinteiliger dar, als das anhand der Luftaufnahmen zu vermuten war. (AL)

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