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ISA-Projekttag Folkways

27.11.2009

Wie die Maori sich die Schöpfung vorstellen

Wie leben Menschen in den verschiedenen Ländern, auf verschiedenen Kontinenten, und welche Erzählungen werden in welchen Landstrichen seit Generationen weitergegeben? Wahrhaft kulturübergreifend wirkte das Projekt "Folkways" an der International School Augsburg (ISA) im Gersthofer Gewerbegebiet. Von Gerald Lindner

Von Gerald Lindner
Gersthofen. Wie leben Menschen in den verschiedenen Ländern, auf verschiedenen Kontinenten, und welche Erzählungen werden in welchen Landstrichen seit Generationen weitergegeben? Wahrhaft kulturübergreifend wirkte gestern das Projekt "Folkways" an der International School Augsburg (ISA) im Gersthofer Gewerbegebiet.

Die Idee zu dieser Veranstaltung hatte der irische Lehrer Eoin Lenihan: Schüler und Eltern wurden in acht Gruppen eingeteilt, die an ebenso vielen Stationen Erzählungen, Filme und Darbietungen erleben konnten, in denen Bräuche, alte Berufe und Lebensweisen der Menschen in Regionen aus aller Welt erläutert wurden. "Das Ziel ist es, uns als Schulgemeinschaft zurückzubringen in die Zeit, als es noch keine Computerarchive gab, sondern Erzähler in ihren Geschichten das Wissen und die Traditionen der Völker an die jüngeren Generationen weitergaben und die Menschen zusammenbrachten", erklärte Schulleiterin Cathie Mullen.

Bayernhymne zum Auftakt

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Trotz der Unterrichtssprache Englisch ging's zunächst deutsch los: Begleitet von einem kleinen Instrumentalensemble um den Engländer Geoffrey Abbott sangen Schüler, Eltern und Lehrer die Bayernhymne, bevor die acht Gruppen ins Schulhaus ausschwärmten. Erstmals waren auch Schüler des Gymnasiums aus Ehingen zu Gast.

Und was war nicht alles geboten: Verschiedene Klassenzimmer wurden zu "Showrooms" umfunktioniert. Dort erzählten Lehrer von ihren Herkunftsländern, die Kinder hörten die Schöpfungslegende der neuseeländischen Maori oder Sagen der Aboriginees in Australien.

Vier Filme zeigten Handwerker und ihre Arbeit in Irland: Ein Schäffler baute Fässer, die Kinder konnten beim Stahlgießen oder Korbflechten zusehen. Der ursprünglich erwartete irische Geschichtenerzähler hatte es nicht bis Gersthofen geschafft. Der Grund: Nach acht Wochen Regens sind weite Teile Irlands überschwemmt, die Flughäfen kaum erreichbar, berichtete Cathie Mullen.

Stürmisch ging's zu im "Drama Room": Dort zeigten zwei Klassen bayerische Schuhplattler. Mutige Eltern konnten sich dann bei einem Workshop im traditionellen Watsch'ntanz üben, während in einem weiteren Raum eine australische Erzählerin mit großen Gesten ihre Geschichten untermalte. Anders als bei Hans Christian Andersens kleiner "Meerjungfrau" ging die Geschichte der "Mermaid of West Cornwall" glücklich aus. Die Schüler genossen die Abweichung vom Unterrichtsalltag sichtlich.

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