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Neusäß

20.04.2016

Wie gestresste Mamas ein frisches Aussehen zaubern können

Gekämmte Augenbrauen öffnen den Blick: Die gelernte Visagistin und Fotografin Annabell Fiebiger (rechts im Bild) gibt Workshop-Teilnehmerin Ursula Sienz Tipps, wie sie innerhalb weniger Minuten ein Make-up hinbekommt, das sie frisch und ausgeschlafen aussehen lässt.
Bild: Marcus Merk

Mütter haben oft keine Zeit zum Schminken: Eine Visagistin aus Neusäß gibt deshalb schnelle Tipps für ein gepflegtes Äußeres. Schon Kleinigkeiten können Wunder wirken.

Ebenmäßige Haut, dichte Wimpern, glänzende Lippen – Models, die uns aus Hochglanzmagazinen anblicken, sehen perfekt aus. Das Gesicht, das aus dem Spiegel zurückblickt, ist hingegen verquollen, picklig und gerötet.

Gerade Mütter von kleinen Kindern haben oft keine Zeit, Stunden vor dem Spiegel zu verbringen. Wenn das Kind quengelt, Hunger hat oder die Windel voll ist, steht das perfekte Make-up eben nicht an erster Stelle.

Die Lösung für das Dilemma verspricht Annabell Fiebiger. Die gelernte Visagistin und Fotografin aus Neusäß bietet den Workshop „Schnelles Makeover für gestresste Mamas“ an. Ziel des Kurses ist es, innerhalb von nur zehn Minuten frisch auszusehen und sich wohlzufühlen.

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Die Visagistin will den drei Kursteilnehmerinnen Michaela Eisele, Ursula Sienz und Stefanie Müller-Henneberg zeigen, wie sie frisch und gepflegt aussehen können, auch wenn das Baby die ganze Nacht geschrien hat: „Ich möchte kleine, hilfreiche Tipps geben, mit denen eine schnelle Wirkung erzielt wird“, sagt sie. Perfektion ist dabei jedoch nicht das Ziel. Eher das Akzeptieren von Schwachstellen – und das Herausarbeiten der natürlichen Schönheit. „Macht euch frei vom Perfektionismus. Es gibt keine Symmetrie in der Natur, schon gar nicht am Körper“, sagt Fiebiger. „Selbst Claudia Schiffer hat zwei verschiedene Gesichtshälften.“

Dann dürfen die Kurs-Teilnehmerinnen selber ausprobieren, was sie gelernt haben. Da wird – teils mit Babytragetasche vor dem Bauch – gepinselt, gewischt, gepudert. Die Mütter bestaunen die Wirkung von gekämmten Augenbrauen, den Effekt einer Wimpernzange oder das Resultat von verschiedenen Make-up-Tönen. „Ich fühle mich gerade, als wäre ich elf Jahre alt und würde zum ersten Mal Schminke ausprobieren“, sagt Teilnehmerin Ursula Sienz schmunzelnd.

Die richtige Auswahl der Produkte ist dabei gar nicht so einfach. Das Make-up, das eine Teilnehmerin von daheim mitgebracht hat, ist „viel zu dunkel“, wie Annabell Fiebiger erklärt. Denn – so der aktuelle Trend – das Gesicht sollte immer etwas heller sein als das Dekolleté. Doch auch bei diesem Problem soll der Workshop weiterhelfen: „Lasst euch nicht von der Riesenauswahl an Kosmetikartikeln im Supermarkt überfordern. Hier könnt ihr ausprobieren, was wie wirkt und habt den direkten Vorher-Nachher-Vergleich“, sagt sie.

Und auch wenn Ursula Sienz noch skeptisch wirkt, ob ihr Mama-Make-up tatsächlich innerhalb kurzer Zeit fertig ist, ist Annabell Fiebiger sicher: „Mit ein bisschen Übung kriegt ihr das bald innerhalb von zehn Minuten hin.“

In der ersten Sitzung des Workshops in der vergangenen Woche haben die drei Teilnehmerinnen bereits gelernt, wie wichtig zudem die Körpersprache ist: „Wer gerade steht, die Füße leicht auseinander stellt und vielleicht noch mit leichten Absätzen seine Haltung verbessert, tritt gleich ganz anders auf und wirkt selbstbewusster“, weiß Annabell Fiebiger.

Neben zahlreichen Schminktipps gibt die Visagistin auch Ratschläge für ein gepflegtes Äußeres, die gerade für gestresste Mütter praktisch sind: So eignet sich ein Glätteisen, um strubbelige Haare schnell in eine glatte, glänzende Mähne zu verwandeln. Und feuchte Babytücher, die fast jede Mama in ihrer Handtasche mit sich herumträgt, reinigen nicht nur dreckige Kinder-Körperteile, sondern bringen auch schmutzige Schuhe blitzschnell auf Hochglanz.

Einfache Tipps mit toller Wirkung:

Make-up  Für ein frisches Aussehen sollte das Make-up eine Spur heller als die Gesichtsfarbe sein. Zum Auftragen verwendet man einen Kabuki-Pinsel aus Kaschmir-Haar, der das Produkt sparsam verteilt.

Rouge Zum Auftragen von Rouge den Mund öffnen und die natürlichen Konturen des Gesichts betonen. Das vermeidet pinke Balken auf den Wangen.

Concealer  Bläuliche und bräunliche Stellen wie Augenringe lassen sich mit einem roséfarbenen Concealer überdecken. Olivetöne hingegen kaschieren Rötungen wie Pickel.

Augen  Ein schwarzer Kajalstift ist eine Allzweckwaffe: Sowohl ein Lidstrich als auch eine Linie zwischen beweglichem und unbeweglichem Lid lassen sich damit ziehen. Mit einem Pinsel verwischen – fertig ist das Smokey Eye.

Augenbrauen  Mit einem Bürstchen die Brauen nach unten kämmen, die obere Linie mit einem Brauenstift nachziehen, leicht verwischen. Erst dann die Brauen nach oben kämmen und stylen. Das öffnet den Blick.

Hygiene Pinsel lassen sich ganz einfach mit Shampoo reinigen. In Cremetiegel nicht mit den Fingern fassen – dadurch verteilen sich Bakterien. Wenn das Produkt komisch riecht oder sich die Konsistenz ändert: Weg damit.

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