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Thierhaupten

10.10.2019

Wie kann das neue Sportheim finanziert werden?

Der Sportverein Thierhaupten will ein neues Sportheim für 1,7 Millionen Euro bauen. Nun geht es um die Finanzierung. Unser Bild zeigt das bestehende Sportheim, das 1985 saniert wurde.
Bild: Karin Tautz

Der Thierhauptener Verein hofft, dass die Gemeinde eine Sonderförderung für das Millionen-Projekt genehmigt. Doch es gibt noch einige offene Fragen

Es ist ein großes Vorhaben. Für 1,7 Millionen Euro will der Sportverein Thierhaupten (SVT) ein neues Sportheim bauen. In einer Sondersitzung des Marktgemeinderates stellten die Verantwortlichen ihre Pläne für einen Neubau an der Adalbert-Mayr-Sportanlage vor.

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Das Thema interessiert viele Thierhauptener. Dem Verein gehören immerhin 1250 Mitglieder an. Die Sitzung fand deswegen auch im großen Herzog-Tassilo-Saal im Kloster statt und zahlreiche Zuhörer füllten die Stuhlreihen.

Im Namen des SV Thierhaupten präsentierte Claudia Martin dem Gemeinderat nun, wie ein Neubau nach den Plänen von Architektin Antonia Ruisinger aussehen könnte. Dazu soll das jetzige, teils marode Gebäude abgerissen werden, um auf derselben Fläche für einen größeren, zweistöckigen Bau Platz zu machen.

Wie kann das neue Sportheim finanziert werden?

Ein Aufzug soll das Gebäude auch mit Rollstuhl oder Krücken begehbar machen. Einige der Zuhörer kannten die Pläne bereits, denn diese waren bereits einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereins vorgestellt worden.

Knackpunkt dabei ist jedoch die Frage, wie das Vorhaben finanziert werden kann, das sich auf etwa 1,7 Millionen Euro belaufen soll. „Wir rechnen hier mit Erfahrungswerten. Das Projekt ist noch nicht ausgeschrieben“, betonte Paul Kinlinger. Für die Realisierung plant der Verein mit Zuschüssen unter anderem durch den Landkreis und den Bayerischen Landessportverband, der insbesondere Anlagen in „strukturschwachen und finanziell weniger leistungsfähigen Gemeinden“ fördere. Für Thierhaupten nicht von Vorteil, wie Claudia Martin erläuterte: „Unsere Marktgemeinde gehört zu den finanzkräftigsten in Bayern, deshalb stehen dem SVT hier nur 20 Prozent der förderfähigen Kosten zu.“ Um das Projekt dennoch stemmen zu können, hoffe der Verein auf eine Sonderförderung durch die Gemeinde in Höhe von 35 Prozent. In diesem Fall möchte der SVT selbst etwa 690.000 Euro tragen, mit einberechnet sind hier unter anderem Eigenleistungen- und mittel, Spenden und ein Darlehen.

Paul Heinrich (Freie Wähler) sprach stellvertretend für alle Gemeinderäte von einer „Herzensangelegenheit“ und zollte dem SVT seinen Respekt. „Es ist höchste Zeit für eine solche Erneuerung“, betonte Heinrich. Auch für Bürgermeister Toni Brugger stehe der Bedarf eines Neubaus außer Frage: Er habe seine Unterstützung bereits zugesagt.

Dennoch dürfe man die „Solidargemeinschaft aller Vereine“ nicht gefährden. Brugger möchte außerdem weitere Zuschussmöglichkeiten abfragen, wie zum Beispiel beim Bezirk Schwaben: „Diese Option könnte ich mir gut vorstellen, da Inklusion und Barrierefreiheit im neuen Sportheim ein Thema sind.“ Gemeinsam mit den Verantwortlichen des SVT treffe sich der Rathauschef diese Woche zudem mit hochrangigen Vertretern des Innenministeriums in München, um weitere Möglichkeiten abzuklopfen.

Seit den 1960er Jahren hat sich der SVT genauso wie die Marktgemeinde selbst stetig vergrößert. Eine letzte Sanierung und Erweiterung des Sportheims gab es im Jahr 1985. „Seitdem sind wir um 490 Mitglieder gewachsen und haben immer noch dasselbe Gebäude“, sagte Claudia Martin.

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