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Adelsried

05.11.2019

Wie soll die neue Ortsdurchfahrt durch Adelsried aussehen?

Der Gemeinderat Adelsried diskutiert, welche Anforderungen bei der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt erfüllt werden sollen. 
Foto: Marcus Merk

In Adelsried liegen Pläne zur Augsburger Straße vor. Bis die neue Straße kommt, wird es aber noch dauern. So geht es weiter.

Wie wird die Ortsdurchfahrt in Adelsried künftig aussehen? Diese Frage stellte sich der Adelsrieder Gemeinderat. Doch es ist noch ein weiter Weg, bis die neue Durchfahrt beschlossene Sache ist.

Bevor eine neue Verschleißdecke aufgetragen wird, sollten die Abwasserrohre und Wasserleitungen überprüft werden, sagt Bürgermeisterin Erna Stegherr-Haußmann. Über neue Sitzbänke wurde diskutiert. Die Gehwegbeläge seien ohnehin teils aufgebrochen, sie müssten wieder hergerichtet werden. Außerdem will die neue Straße barrierefrei gestalten. Demnach sollen die Bushaltestellen behindertengerecht ausgebaut werden. Ein Fahrradstreifen wäre wünschenswert, erklärte die Bürgermeisterin. „Aber damit könnte es wahrscheinlich eng werden.“ Auch Straßeneinbauten zur Geschwindigkeitsreduzierung sowie Parkbuchten wurden vorgeschlagen. Denkbar wäre im Rahmen eines Wettbewerbs Architekturstudenten der Uni Augsburg zur Ideenfindung einzusetzen, so Rainer Schrenk (CSU).

Soll die Augsburger Straße verengt werden?

Udo Rigorth (SPD) und Josef Zott (CSU) sind sich einig: Für die Ortsdurchfahrt sollte die Gemeinde schon eine grobe Vorstellung für die Planung haben. „Wollen wir künftig die Straße verengen? Und ist das alles finanzierbar?“, fragte Ludwig Lenzgeiger (CSU). In einer eigenen Sitzung im Dezember oder im Januar wird der Gemeinderat über diese Punkte noch mal beraten. Dieser soll dann gegebenenfalls als Grundlage für den Planer dienen. Im Anschluss daran soll ein Planungsbüro gesucht werden, das die gewünschten Vorhaben umsetzen kann.

  • Baugebiet Die Abschlussarbeiten im Baugebiet „Adelsried Nord“ gehen voran. Im Frühjahr könne man mit dem Auftragen der Verschleißschicht auf den Straßen beginnen, auch wenn noch zwei Grundstücke unbebaut sind, erklärte die Bürgermeisterin. Bezüglich der Grüngestaltung innerorts einigte man sich auf kleinwüchsige Pflanzen oder Sträucher. Über den geplanten Grünbereich soll ein Landschaftsplaner eine Entscheidung treffen.
  • Schule Der Schulverband soll sich noch einmal mit der Erweiterung der Schule in der Bonstetter Straße beschäftigen, so Lenzgeiger. Denn Einigkeit gibt es nach wie vor noch nicht mit der Nachbargemeinde Bonstetten, die einen Bau auf dem jetzigen Gelände des Sportplatzes bevorzugt. Adelsried hingegen favorisiert den Anbau an der Bonstetter Straße. Für diese Variante, so die Ausführungen von Udo Rigroth (SPD), müsse der Hang abgetragen werden. Allerdings müssten hierzu Bäume gefällt werden. Diese Maßnahmen wären mit Mehrkosten von rund 60000 Euro verbunden. Da dem Gebäude eine besondere Bedeutung zukommt, soll der Städtebau eingeschaltet werden.
  • Bahn Informationen hinsichtlich des Bahnprojekts UlmAugsburg gab Stegherr-Haußmann bekannt. Die 85 Kilometer lange Strecke ist momentan zweigleisig und mehr als 160 Jahre alt. Kommt ein drittes Gleis oder ist ein Neubau geplant? Lenzgeiger spricht von „chinesischen Verhältnissen“: Eine ICE-Strecke entlang der Autobahn A8 hätte seiner Meinung nach für Adelsried Nachteile und würde in der Bevölkerung keine Akzeptanz finden. Auch Heiko Mohr (CSU) glaubt nicht an den Vorteil einer Hochgeschwindigkeitstrasse. Stegherr-Haußmann hingegen räumt ein, dass die Gemeinde vermeiden müsse, Augsburg von der Ost-West-Traversale abzuhängen. Noch ist allerdings völlig unklar, wo eine neue Bahntrasse entstehen soll.
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