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Gersthofen

15.09.2016

Wie sollten sich Frauen bei einem Übergriff verhalten?

Der Tatort in der Nähe des Gersthofer Bahnhofs ist von Büschen und Bäumen gesäumt und nur schwach beleuchtet.
Bild: Frederik Haug

Immer wieder werden Frauen Opfer von Gewalt. Die Polizei gibt Tipps, wie man sich bei Angriffen am besten verhalten soll und wo Vorsicht geboten ist.

Immer wieder werden Frauen auf offener Straße Opfer von Gewalttaten. Zuletzt in Gersthofen: In der vergangenen Woche ereigneten sich gleich zwei Übergriffe auf junge Frauen. Am frühen Mittwochmorgen griff ein Unbekannter eine 18-Jährige nahe des Bahnhofs an und fasste ihr in den Ausschnitt. Am Freitag zerrte ein Unbekannter eine 20-Jährige nahe der Rot-Kreuz-Wache vom Fahrrad und stahl es ihr.

Wie sollten sich Frauen in solchen Situationen verhalten? Was können sie tun, wenn sie verfolgt oder angegriffen werden? So sehen die Ratschläge der Polizei für den Ernstfall aus:

Gespräche mit Unbekannten meiden: Die Polizei schreibt: „In manchen Fällen spricht der Täter sein Opfer vor der Tat an und fragt zum Beispiel nach der Uhrzeit, nach dem Weg oder Kleingeld. Daher sollte man sich in solchen Situationen mit Unbekannten nicht auf ein Gespräch einlassen.“ Stattdessen sollten Frauen in dieser Situation gut beleuchtete Plätze und die Nähe zu anderen Menschen suchen.

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Straßenseite wechseln: „Kreuzen Sie bei vermuteter Verfolgung die Straße in einem 90-Grad-Winkel“, schreibt die Polizei im Netz. Zudem sollten Verfolgte nach beleuchteten Hauseingängen Ausschau halten, darauf zugehen und läuten.

Abgelegene Orte meiden: „Gehen Sie immer in die Richtung, wo Menschen sind“, heißt es auf der Internetseite der Polizei. Verfolgte sollten zudem nicht ihre eigene Wohnung ansteuern, wenn sie dabei an abgelegenen Orten vorbeigehen müssen.

Gemeinsam laufen: Die Polizei rät Frauen, die alleine unterwegs sind, sich eine Begleitung zu suchen. „Sprechen Sie Frauen an, die ebenfalls alleine in Ihre Richtung gehen und setzen Sie den Weg gemeinsam fort“, heißt es im Netz.

Um Hilfe rufen: Sollte die Bedrohung konkret werden, rät die Polizei, laut um Hilfe zu rufen. Und weiter: „Sprechen Sie andere Personen direkt an: ’Sie, mit dem Polo-Hemd, helfen Sie mir.’“

Selbstverteidigung: In Selbstverteidigungskursen können Mädchen und Frauen lernen, rechtzeitig Grenzen zu setzen sowie Strategien für Ausweichmöglichkeiten oder eine Gegenwehr zu entwickeln. Die Polizei und Landessportverbände können bei der Suche nach seriösen Kursangeboten helfen.

Vorsicht bei Tränengas & Co.: Frauen sollten sich rechtzeitig im Umgang mit einer Verteidigungswaffe vertraut machen, um diese im Notfall sicher nutzen zu können. Die Polizei mahnt beim Einsatz von Reizgasen zur Vorsicht: Bei Schreckschusswaffen mit Tränengaspatronen oder in Taschenlampen eingebaute Sprühgeräte sei die Reizgasmenge oft nicht ausreichend. Außerdem kann sich, je nach Windverhältnissen, der Reizgasnebel gegen das Opfer statt gegen den Täter richten.

Sexuelle Gewalt in Beziehungen: Sexuelle Gewalt innerhalb von Beziehungen ist laut Polizei nur schwer zu kontrollieren. Daher sollten sich Betroffene nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen – beispielsweise bei Beratungsstellen oder bei der Polizei. Denn: „Nur wer konsequent gegen Täter vorgeht, kann sexuelle Gewalt beenden.“ sli

Weitere Informationen der Polizei gibt es hier.

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