Newsticker
Impfkommission Stiko empfiehlt AstraZeneca jetzt auch für über 65-Jährige
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Wie steht es um die Bildung im Landkreis?

Landkreis Augsburg

30.01.2019

Wie steht es um die Bildung im Landkreis?

Integration durch Bildung – unter anderem mit diesem Punkt setzten sich die Teilnehmer bei der ersten Sitzung des Strategieforums Bildung im Landratsamt Augsburg auseinander. 
Bild: Frank Gärtner, stock.adobe.com

Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Institutionen diskutieren erstmals bei einem Strategieforum, wo mehr in Bildung investiert werden muss. 

Wie steht es um die Bildung im Landkreis Augsburg? Welche Ressourcen haben die Einrichtungen zur Verfügung? Was läuft gut, wo gibt es aber im Bereich Bildung noch erhebliche Probleme? Diesen Fragen stellen sich die Teilnehmer des ersten Strategieforums Bildung im Landratsamt Augsburg.

Unter ihnen waren unter anderem Vertreter von verschiedenen Bildungsinstitutionen, aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft. Ihr Ziel: Sie wollen mittels dieser neuen Austauschplattform wichtige Handlungsfelder und Schwerpunkte ausmachen, wo der Landkreis in Bereich Bildung nachbessern und neue Projekte anstoßen kann. Damit soll das Strategieforum das wichtigste Gremium in Sachen Bildung nach dem Kreistag werden, erklärt Christine Hagen, Geschäftsbereichsleiterin am Amt für Jugend und Familie.

In einem Jahr sollen es die ersten Ergebnisse geben

Zur ersten Sitzung des Strategieforums sollten die Teilnehmer deshalb die Bereiche ansprechen, wo sie Handlungsbedarf sehen. Im kleinen Gruppen diskutierten die Teilnehmer über verschiedene Themen. Die wichtigsten Punkte werden nach der Sitzung vom Bildungsbüro des Landkreises gesammelt und ausgewertet. Anschließend sollen dann daraus in Arbeitsgruppen konkrete Projekte entwickelt werden. Spätestens in einem Jahr sollen dann die ersten Ergebnisse ausgewertet werden. Das Bildungsbüro gehört zum Fachbereich Jugend und Bildung am Landratsamt Augsburg, den Doris Stuhlmiller leitet. Sie erklärt: „Wir haben das Strategieforum als Gremium entwickelt, um alle wichtigen Akteure aus der Region zu versammeln. Uns ist besonders wichtig, dass das Forum konkrete Projekte entwickelt, die die Mitarbeiter im Bildungsbüro umsetzen.“ Die Vertreter sollen dabei auch als Experten ihres jeweiligen Feldes sprechen. Gleichzeitig können sie aber auch neue Impulse in Bereichen setzen, mit denen sie nur am Rande vertraut sind. Über diese Themen haben die Teilnehmer unter anderem diskutiert:

  • Digitales Vom Kreistag vorgegeben war für die Teilnehmer das Handlungsfeld digitale Bildung. Doch vielen Teilnehmern war dieser Punkt zu ungenau formuliert. Landtagsabgeordneter Harald Güller sagte zum Beispiel: „Mir sind die Diskussionen zu unkonkret. Wir müssen genauer definieren, um welche Altersgruppen es geht, welche Technik wir brauchen, welche Kompetenzen wir fördern wollen. Und: Was passiert mit den Menschen, die bei der digitalen Entwicklung nicht mithalten können?“ Bildungsbüro-Leiter Günter Katheder-Göllner ergänzte: „Ich habe aus der Diskussion mitgenommen, dass man klar unterscheiden muss. Welche Maßnahmen sind sinnvoll und welche können gefährlich werden?
  • Integration Viele der Teilnehmer setzten sich außerdem mit dem Punkt Integration durch Bildung auseinander. Christian Hering, Einrichtungsleiter für flexible Jugendhilfe bei der Diakonie Augsburg, merkte an: „Ich möchte den Begriff gerne auffächern.“ Für ihn sei Integration durch Bildung einerseits, dass Migranten und Flüchtlinge ihre Lebensführung bewältigen könnten und eine berufliche Karriere einschlagen. „Andererseits geht es aber auch um soziale Integration: Wie können sie sich im Umfeld einleben und einbringen.“
  • Fachkräfte Ein weiterer diskutierter Punkt war der Fachkräftemangel in Krippen und Kindergärten, aber auch an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Martina Baur von der Wirtschaftsförderung am Landratsamt Augsburg sagte: „Wir wissen, es fehlen Fachkräfte. Aber es gibt keine verifizierenden Zahlen, was genau fehlt. Zum Beispiel an Ausbildungen, Lehrstellen, Schulen und Studiengängen.“ Sie schlug deshalb vor, verstärkt Daten und Fakten zu sammeln.
  • Demokratiebildung Viele der Teilnehmer forderten außerdem, mehr in politische und gesellschaftliche Bildung zu investieren. Martina Baur sagte: „Das muss schon in der Grundschule beginnen und kontinuierlich bis in die Lehrerausbildung anhalten.“ Harald Güller ergänzte: „Es geht auch um ein gesellschaftliches Verständnis und darum, wie unser Miteinander funktioniert.“
Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren