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Aufführung

25.11.2016

Wirbel um ein altes Lokal

Fernsehkoch Frank Tulpin (Michael Knoblich, rechts) kommt inkognito als Mönch und zieht sich den Zorn von Vitali Zahloschenko (Andreas Brem) zu.
Bild: Tanja Wurster

Theaterfreunde Hirblingen begeistern in „Eine Leber für zwei“

„Die Leber wächst mit ihren Aufgaben.“ Das Buch machte nicht nur Eckart von Hirschhausen zum Bestsellerautor, die Leber verhalf auch den Theaterfreunden Hirblingen zum Erfolg. „Eine Leber für zwei“ heißt der Dreiakter, dessen Premiere im Vereinsstadel stattfand.

Schauplatz ist die alte Dorfkneipe Zur Lustigen Leber. Hinter der Theke zapft Irene Bier; meist nur für Dauergast Rudi, der lallend seine Lebensweisheiten à la „Früh am Morgen fünf Bier und der Tag gehört dir“ versprüht. Köstlich sind die Kabbeleien der einfach gestrickten Irene und des lallenden Rudi. Anita Elschner und Wolfgang Schmidt spielen souverän – und Schmidt, zugleich Spielleiter des Ensembles, ist Publikumsliebling.

Mit Spannung erwarten die beiden die Ankunft von Steffi (Sabrina Schneider). Sie ist die neue Besitzerin der Lustigen Leber. Steffi – jung, schick und voller Pläne – ist entsetzt über die fehlende Kundschaft und will „Schwung in die Bude bringen“. Auch die Schutzgeld-Zahlungen an Vitali Zahloschenko (Andreas Brem) sind ihr ein Dorn im Auge.

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Steffis Plan: Aus der heruntergekommenen Kneipe soll ein gehobenes Restaurant werden. Um Werbung für die Lustige Leber zu machen, hat sie sogar dem berühmten Restauranttester Frank Tulpin (Michael Knoblich) eine E-Mail geschickt und um seinen Besuch gebeten. Doch ihr Vorhaben scheitert an ihren Kochkünsten. Das Urteil von Irene, Vitali, Rudi und dessen Frau Gerda (Wally Weiss) nach dem ersten Testessen fällt vernichtend aus. Damit der Gruß aus der Küche nicht zum „letzten Gruß“ wird – so Rudis Kommentar –, hilft die patente Gerda Steffi beim Kochen. Die Aufregung ist groß, als tatsächlich zwei neue Gäste in die Lustige Leber kommen. Rudi hilft als Ober aus – eine Glanzleistung von Wolfgang Schmidt. Gang, Mimik und seine Art zu sprechen erinnern an Butler James aus „Dinner for One“.

Als Gerdas Freundin Susanne im Restaurant auftaucht, nimmt das Stück nochmals richtig Schwung auf. Sie ist hochschwanger und trifft sich dort mit Martin (Michael Braun), welcher der Vater ihres Kindes ist. Als das Paar sich auf eine gemeinsame Zukunft einigt, setzen bei Susanne die Wehen ein, und sie bekommt ihr Baby hinter der Theke. Vitali nötigt Fernsehkoch Frank Tulpin, der als Mönch im Restaurant ist, zur Trauung der jungen Eltern. Ende gut, alles gut? Fast: Denn Rudi kann der Harmonie nicht viel abgewinnen: „Nüchtern betrachtet war das besoffen schon schöner.“

Das Stück kam gut an. Es wurde herzhaft gelacht, es gab Szenenapplaus und am Ende viel Beifall. Wie souverän das Ensemble spielt, zeigte sich, als sich ein „Nebendarsteller“ auf die Bühne schmuggelte: Ein Schmetterling auf der Bühne zog unfreiwillig die Aufmerksamkeit auf sich. Die Darsteller bauten ihn kurzerhand in ihr Stück ein.

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