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05.06.2009

Wirtshaus besteht seit 125 Jahren

Zusmarshausen-Wörleschwang (AL) - Der Metzger Anton Demharter und seine Frau Kreszenzia, die Tochter des "Bäckerwirts", verschlägt es im Jahr 1884 nach Wörleschwang. Es wurde bekannt, dass ein Herr Schöneberger die Wirtschaft verkauft. Da Anton Demharter nicht über die finanziellen Mittel verfügte und er auch nirgendwo welche geliehen bekam, entschloss er sich nach Zusmarshausen zu gehen, um bei Schwarzbräu um Geld zu fragen. Die Brauerei Schwarz unterstützte den Kauf. Die Partnerschaft gilt seit nunmehr 125 Jahren. Das Jubiläum und diese längste Kundenbeziehung wurde jetzt gefeiert.

Der Sohn Georg Demharter übernimmt im Jahr 1928 den elterlichen Betrieb. Weil er den Gasthof mit einer modernen Heizung ausstatten wollte, bot der damalige Zusmarshauser Posthalter Alois Hafner ihm den Ofen zum Kauf an, der Napoleon während seines Aufenthalts im Jahr 1805 gewärmt hatte. Für 50 Reichsmark wechselte das Stück den Besitzer . Noch heute befindet sich der prächtige Ofen in Familienbesitz und ist im Eingangsbereich des Landgasthofs zu sehen.

Im Jahr 1970 führt Georg Demharter, der Vater des heutigen Besitzers, die Familientradition weiter. Gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth (aus Allmanshofen) betrieb er eine große Landwirtschaft und vermarktete seine Produkte direkt. Die Fleisch- und Wurstwaren wurden aber auch in der Gastwirtschaft verarbeitet.

Abriss und Neubau im Jahr 2000

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Georg Demharter jun. beginnt im Jahr 1986 seine Lehre zum Koch im Parkhotel Schmid (Adelsried). Danach arbeitet er für renommierte Häuser wie das Hotel Post (Zusmarshausen) und Privathotel Riegele (Augsburg) und übernimmt dort die Küchenleitung. Den elterlichen Betrieb pachtet er im Jahr 1998.

Eine Zäsur war der Abriss der alten Gastwirtschaft und der Neubau des heutigen Landgasthofs.

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