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25.11.2019

Wo die Fischacher der Schuh drückt

Landrat Martin Sailer (zweiter von rechts) stand in Fischach örtlichen Vertretern von Vereinen und Organisationen Rede und Antwort, so auch (von links) Wolfgang Angerer, Andreas Niggemann und Franz Meitinger.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Martin Sailer steht in der Staudenlandhalle Vertretern von Organisationen und Vereinen Rede und Antwort

Beim politischen Gespräch zwischen Landrat Martin Sailer sowie Bürgermeister Peter Ziegelmeier und dem Marktgemeinderat waren die Chancen für die Reaktivierung des täglichen Personennahverkehrs auf der Staudenbahn das Top- thema. Nicht so beim Treffen Sailers mit Vertretern von Vereinen und Organisationen in der Staudenlandhalle. Hier standen Themen wie die Gelbe Tonne, Zuschüsse sowie die Schwierigkeiten beim Vereinsnachwuchs und bei der Ausrichtung von Festen im Mittelpunkt.

Für das Engagement warte der Landkreis mit starken Zeichen auf, betonte Sailer. Als Beispiele dafür nannte er Zuschüsse, Förderungen und Projektunterstützungen, aber auch die Ehrenamtskarte. „Die Nachwuchsarbeit in den Vereinen ist unschätzbar“, resümierte er. Doch gerade diese werde immer schwieriger, urteilte der Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Willmatshofen, Karl Bachler. Nicht nur die Heranführung sei problematisch, auch die Beibehaltung der jungen Leute. Der Landrat sagte, dass auch ihm diese Entwicklung Sorge bereite.

Probleme mit dem Gelben Sack schilderte Franz Meitinger. Der Chef der Jagdgenossenschaft Fischach-Willmatshofen kritisierte nicht nur die teilweise schlampige Abholung, sondern auch die geringe Reißfestigkeit. Zu diesem Reizthema informierte Sailer, dass es 2020 eine Bürgerabfrage zur Akzeptanz einer Gelben Tonne geben werde. „Ich gehe davon aus, dass die Mehrheit sich für diesen Behälter ausspricht“, meinte er.

Wo die Fischacher der Schuh drückt

Ums Geld ging es bei der Frage von Wolfgang Angerer. Der Vorsitzende des Turnvereins Willmatshofen erkundigte sich nach Zuschüssen und Fördersätzen. Sein Verein stehe demnächst vor großen baulichen Herausforderungen. Da wolle er keine Benachteiligung. Sailer bot ihm an, die Projektarbeiten konkret zu benennen, um dann die bestmögliche Zuschussvariante zu erzielen.

Ralf Peters vom Kulturkreis Fischach Kern erkundigte sich nach kostenlosen Beratungsmöglichkeiten beim Landratsamt, wenn es um den ersten Schritt von rechtlichen Vereinsbelangen gehe. Auch hier verwies der Landrat auf die Hilfestellung seiner Behörde.

Ebenso bei der Durchführung von mehrtägigen Vereinsfesten. Ein Vereinschef hatte in diesem Zusammenhang über die immer höher werdenden Anforderungen und gesetzlichen Auflagen geklagt. „Wir bieten im Landratsamt gerne rechtzeitig im Vorfeld einen Runden Tisch an, um die Spielregeln zu erörtern“, sagte Sailer.

Ein anderer Vereinsangehöriger regte an, für den Wahlkampf zentrale Anschlagtafeln für Plakate aufzustellen: „Dann würde ein Plakatständer mit dem Konterfei der Staatssekretärin Carolina Trautner nicht in einem Graben liegen.“ Für Anschlagtafeln sei die Gemeinde zuständig, antwortete Sailer.

Dem Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Fischach brannte schließlich noch die Ehrenamtskarte als Zeichen der Anerkennung für besonderes bürgerschaftliches Engagement auf den Nägeln. Das aktuelle Vergünstigungsangebot sei nicht gerade das Gelbe vom Ei. Zudem warb Scholz dafür, die bisherigen Ehrungen der Brandschützer für langjährigen Einsatzdienst wie bisher vor Ort durchzuführen. Eine Zentralisierung im Landratsamt sei seiner Meinung nach zu unpersönlich. Sailer versprach, die Anregung mitzunehmen und mit dem Fachbereich aufzuarbeiten.

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