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Visitation

16.05.2017

Wo die Pfarrei der Schuh drückt

Für die Pfarreiengemeinschaft Dietkirch war der viertägige Besuch von Weihbischof Florian Wörner (links neben der Taufkerze) ein Höhepunkt.
Bild: Armin Hartmuth

Vier Tage lang ist Weihbischof Florian Wörner rund um Dietkirch zu Gast. Im Gespräch bleibt er keine Antwort schuldig

Es war schon ein regelrechter Ausnahmezustand, als Weihbischof Florian Wörner jetzt für vier Tage die Pfarreiengemeinschaft (PG) Dietkirch mit ihren sieben Pfarreien Agawang, Dietkirch, Döpshofen, Kutzenhausen, Margertshausen, Rommelsried und Ustersbach besucht hat.

Für den leitenden Pfarrer, Pater Thomas Payappan, der zum 31. August nach insgesamt sieben Jahren in den Stauden in die Diözese München wechselt, war das noch einmal ein ganz besonderer Höhepunkt. Schließlich hatten Pater Thomas, Kaplan Zacharias, Gemeindereferentin Gabi Kögel-Schütz, die drei Pfarrsekretärinnen und der Pastoralrat unter Leitung von Dr. Armin Hartmuth zwei Jahre an der Standortbestimmung der PG gearbeitet, die nun im Rahmen der Visitation nochmals unter die Lupe genommen wurde.

Das breite Spektrum in der Gemeinschaft sowie alle Pfarreien zu zeigen, das war dem Organisationsteam ein großes Anliegen, auch die Abtei Oberschönenfeld war dabei. Der Weihbischof traf auf verschiedene Gruppen von Kindern vom Kita-Kind bis zum Ministranten und besuchte auch das Kinderheim Baschenegg sowie die Firma Max Bader aus Döpshofen, die sich in den vergangenen Jahren bei vielen Kirchensanierungen auch finanziell engagiert hat. Ebenso stand ein Treffen mit den Bürgermeistern der PG-Gemeinden auf dem Programm.

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Im Gespräch mit dem Pastoralrat sowie in Einzelgesprächen ging es vorwiegend um die personellen Engpässe bei Priestern und Gemeindereferentinnen sowie ganz generell um die zunehmende Verantwortung der Laien bei den künftigen liturgischen Angeboten sowie um die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssten, damit die PG Dietkirch einen hauptamtlichen Verwaltungsleiter zugeteilt bekommt.

Spannend wurde es dann noch einmal beim Begegnungsabend des Weihbischofs mit den Gläubigen, bei dem Florian Wörner keine Antwort schuldig blieb – auch wenn die Meinungen bei kritischen Themen wie etwa dem Umgang der katholischen Kirche mit Geschiedenen, der Frage nach der Sinnhaftigkeit des Zölibats sowie bei den kirchlichen Vorgaben zu den Ökumene-Bestrebungen vor Ort weit auseinandergingen.

Im abschließenden Pontifikalamt stellte der Weihbischof zum Abschluss seiner Pastoralvisitation ganz zentral auf die Bedeutung der Laien als „Türöffner für die Kirche der Zukunft“ ab. Denn die Visitation hatte zum Ziel, nicht nur bei der Standortbestimmung der PG Dietkirch zu verharren, sondern auch ganz gezielt Perspektiven aufzuzeigen, wie es künftig wieder besser gelingen kann, „den Glauben in die Welt zu tragen“.

Gleichzeitig war es dem leitenden Pfarrer Pater Thomas Payappan und seinem Team wichtig, die zentralen Anliegen auf PG-Ebene und in den sieben Pfarreien weiter „in Richtung Augsburg transportiert zu haben“. (AL)

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