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Landkreis Augsburg

09.01.2019

Wo im Landkreis die Funklöcher sind

Wer im Landkreis Augsburg mit dem Handy unterwegs, gerät immer wieder in Funklöcher. Mit staatlicher Hilfe soll sich das bessern.
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Wer im Landkreis Augsburg mit dem Handy unterwegs, gerät immer wieder in Funklöcher. Mit staatlicher Hilfe soll sich das bessern.
Bild: Robert Günther, dpa-tmn (Symbolbild)

Eine Karte aus München zeigt die Schwachstellen der Mobilfunknetze. Mit staatlicher Hilfe sollen Masten gebaut werden

Ohne Empfang aus der weiten Welt: Auch im Augsburger Land gibt es noch etliche weiße Flecken, in denen das Handy nicht viel hilft. Nun können die Kommunen seit Anfang des Monats Fördermittel beantragen, um Funklöcher bei der Mobilfunkversorgung zu schließen. Darauf hat jetzt Staatssekretärin und Landtagsabgeordnete Carolina Trautner (CSU) hingewiesen.

Wo diese „Löcher“ im Landkreis lauern, zeigt die nebenstehende Karte. Sie beruht auf Angaben des Bayerischen Wirtschaftsministeriums. Mit dem nach eigenen Angaben ersten Mobilfunk-Förderprogramm will der Freistaat eine leistungsfähige digitale Infrastruktur in allen Teilen Bayerns schaffen. Die Förderung soll eine Erschließung mit mobilem Breitband einschließlich einer Verbesserung der Notrufmöglichkeiten ermöglichen.

Kommunen mit unversorgten Gebieten erhalten Unterstützung

Unterstützt werden die Kommunen beim Bau von Masten in bisher unversorgten Gebieten. Sie erhalten bis zu 80 Prozent Förderung, in Räumen mit besonderem Handlungsbedarf sogar bis zu 90 Prozent. Die Kommunen können wählen, ob sie die Masten selber bauen und vermieten oder das Projekt an einen privaten Partner abgeben. Dieser Konzessionär plant, baut und betreibt den Mobilfunkmast auf eigenes Risiko. Darunter fallen auch Aufgaben der Standortsuche, Grundstückssuche, Zuwegung, Strom- und Datenanbindung.

Für das Förderprogramm ist entscheidend, dass in der Gemeinde ein bisher mit Sprachmobilfunk unversorgtes Gebiet liegt und von den Netzbetreibern in den nächsten drei Jahren nicht verpflichtend oder eigenwirtschaftlich erschlossen wird. Denn im Augsburger Land müssen auch Mobilfunkbetreiber offenbar großflächig ihre Netze nachrüsten. Allein die Deutsche Telekom plant, in 16 von 46 Städten und Gemeinden des Landkreises neue Sendestandorte zu errichten, darüber hinaus sollen bestehende modernisiert werden, damit auch sie den sogenannten LTE-Standard unterstützen. Das sagte der Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz (CSU) schon im September gegenüber unserer Zeitung.

Funklöcher gibt es nicht nur auf dem Land

Hintergrund des Ausbaus sei eine Verpflichtung, welche die Betreiber eingingen, als sie vom Bunde die Mobilfunklizenzen ersteigerten. Danach müssten bestehende „weiße Flecken“ bei der LTE-Versorgung bis Ende 2019 geschlossen werden. Allein in Bayern wolle die Telekom 1000 neue Sendestandorte für den errichten, sagte Durz. Der CSU-Politiker aus Neusäß ist im Bundestag stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses „Digitale Agenda“.

Das Gremium befasst sich mit verschiedenen Aspekte der Digitalisierung und Vernetzung. Darin sollen fachübergreifend entscheidende Weichen für den digitalen Wandel gestellt werden. Dieser aber scheitert in manchen Gegenden schon daran, dass kein schneller Zugang zum Internet möglich ist. Genau dafür soll der LTE-Standard im mobilen Bereich sorgen.

Doch nach Angaben der Telekom gibt es noch Lücken – und das auch in Städten wie Gersthofen und Neusäß. Größer werden diese dann in einigen ländlichen Gegenden. „Gerade in den Stauden gibt es komplett weiße Flecken“, sagt Durz. Die nebenstehende Karte bestätigt das.

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