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Gersthofen

20.04.2018

Wo soll die Mittagsbetreuung hin?

Bei der Tartanbahn sollen die Container für die Mittagsbetreuung und die Mensa der Gersthofer Pestalozzischule aufgestellt werden. Das kommt nicht bei allen Stadträten gut an, weil sie den Sportplatz erhalten wollen.
Bild: Marcus Merk

Platznot Bis zu einem Erweiterungsbau muss die Stadt Gersthofen die Mensa der Pestalozzischule in Containern unterbringen.  

 

Gersthofen Container für die Mensa und die Mittagsbetreuung bei der Pestalozzischule braucht die Stadt Gersthofen. Doch wo sollen diese aufgestellt werden? Mit dieser Frage befasste sich erneut der Bauausschuss.

Die Bauverwaltung hatte zunächst vorgeschlagen, die Container auf dem Sportplatz im Süden des Schulgrundstücks aufzustellen. Bereits in der Märzsitzung wurde angeregt, dass alternative Standorte für die Containeranlage gesucht werden sollen. Insgesamt sieben Varianten wurden nun von der Verwaltung geprüft. Variante 1 wäre auf dem Parkplatz an der Brucknerstraße gegenüber der Schule.

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Zweite Alternative wäre die Grünfläche neben dem Kreisverkehr an der Donauwörther Straße, Nummer drei das Grundstück eines Landwirts an der Pestalozzistraße – die Eigentümer haben Bürgermeister Michael Wörle „grundsätzliche Bereitschaft signalisiert“. Allerdings sei die Lage problematisch, weil eine lange Leitung für die Wärmeversorgung erforderlich sei.

Gersthofer Verwaltung prüft Varianten

Als vierte Variante wurde ein Standort im Nogentpark hinter dem Hallenbad geprüft sowie schließlich ein Grundstück der Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises (WBL) an der Schulstraße.

Als Variante 6 geführt wurde nun der bereits bekannte Standort innerhalb des Schulgeländes an der Tartanbahn sowie Variante 7 innerhalb des Schulgeländes an der Turnhalle.

Laut Katharina Kockskämper von der Bauverwaltung wurden diese sieben Standorte nach Kriterien wie Sicherheit, Entfernung, Verkehrsmenge, aber auch Baumbestand oder Spielflächen untersucht. Zu beachten war außerdem, dass die Container einem Erweiterungsbau an der Pestalozzischule nicht im Weg stehen. Denn sie sollen ja die Zeit bis zu dessen Eröffnung überbrücken.

Als Ergebnis der Untersuchung empfahl die Bauverwaltung dem Bauausschuss, die Containeranlage wie zunächst angedacht, auf dem Sportplatz des Schulgeländes zu belassen – und zwar an der Tartanbahn. Rektor Ulrich Hierdeis habe dieser Variante bereits zugestimmt, betont Katharina Kockskämper.

Diese Variante lehnte Michael Fendt (CSU) kategorisch ab: „Der Sportplatz ist eine zu bedeutende Fläche für die Kinder.“ Zudem könnte er durch die Essensanlieferungen Schaden leiden. Er bevorzugte den Parkplatz an der Brucknerstraße. „Diese Variante ist nicht möglich, weil es dort keinen Stromanschluss gibt“, entgegnete Katharina Kockskämper.

Auch das WBL-Grundstück wäre Fendt lieber gewesen. Nach Angaben der Bauverwaltung wäre zwar ein Grundstückstausch möglich. Allerdings gibt es dort einen dichten Baumbestand. „Aufgrund des Vogelschutzes dürfen zwischen März und Oktober Bäume nur in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde gefällt werden.“ Ob es hier zu Schwierigkeiten kommen wird, sei noch nicht abzusehen. „Werden die Container aus dem Baumbestand herausgezogen, müssen die Spielflächen der Pestalozzischule telweise entfernt oder umgesetzt werden“, so Katharina Kockskämper weiter.

Zu viel Verkehr

Den Parkplatz an der Brucknerstraße hielt auch Albert Kaps (Pro Gersthofen) für ungeeignet, zum einen wegen des Verkehrs, zum anderen weil die Stellplätze dringend für die Hallenbadbesucher sowie die Besucher des benachbarten Seniorenheims benötigt werden. Kaps war allerdings auch dagegen, „einen der schönsten und größten Sportplätze der Stadt für Container zu nutzen und so den Kindern zu entziehen“.

Sandra Meitinger (CSU) forderte, dass mit dem Schulleiter Ulrich Hierdeis gesprochen wird, ob er mit einer Unterbringung der Container auf dem Grundstück an der Pestalozzistraße einverstanden wäre. Dies soll nun bis zur Stadtratssitzung am kommenden Mittwoch, 25. April, geklärt werden. Dennoch sprach der Bauausschuss mit 8:5 Stimmen die Empfehlung an den Stadtrat aus, Variante 6 zu beschließen.

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