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Langweid

21.03.2019

„Wörle-Spange“ löst geteiltes Echo aus

Schon heute bilden sich zu Stoßzeiten in Mühlhausen lange Staus, wenn Pendler aus Richtung Thierhaupten nach Augsburg fahren.
Bild: Carmen Jung

Während der Vorstoß des Gersthofer Bürgermeisters für eine weitere Verbindung zur Autobahn in Langweid Zustimmung findet, ist man östlich des Lechs sauer.

Den erwarteten „Aufschrei“ hat der Vorstoß von Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle auf der östlichen Lechseite ausgelöst. Seinen Vorschlag, von Langweid ab über Rehling und Mühlhausen eine Verbindung zwischen B2 und Autobahnauffahrt Augsburg Ost zu schaffen und sich dafür auf bestehende Straße sowie eine künftige Mühlhauser Umgehung zu stützen, findet in Aichach-Friedberg derzeit keine Freunde. Der dortige Landtagsabgeordnete Peter Tomaschko (CSU) sagt: „Völliger Unsinn. Verkehrsprobleme müssen vor Ort gelöst und nicht dem „Nachbarn“ zugeschoben werden.“ So in etwa hatte Jürgen Gilg die Reaktionen erwartet.

„Diese Situation ist für keinen akzeptabel“

Aber Langweids Bürgermeister kann Wörles Vorschlag etwas abgewinnen: „Langfristig muss man sich Alternativen überlegen,“. Der tägliche Rückstau vom Autobahnknoten gehe auf der B2 schon mindestens bis Stettenhofen: „Diese Situation ist für keinen akzeptabel.“ Gilg begrüßt daher alle Vorschläge, die den Autobahnzugang erleichtern, und damit auch Wörles Vorstoß. Voraussetzung sei natürlich, dass der Verkehrsknoten Langweid, von dem aus es dann über den Lech gehen soll, entsprechend ausgebaut wird.

Dass der Vorstoß aus dem Augsburger Land bei den Nachbarn im Wittelsbacher Land auf wenig Begeisterung stößt, ist Gilg auch klar. Er gibt zu: „Da ist schon ein bisschen das Sankt-Florians-Prinzip dabei.“ Aber er beurteile die Dinge in erster Linie aus der Sicht eines Bürgermeisters von Langweid. Sinn mache es seiner Meinung nach nur, wenn die Trasse nördlich der Gemeinde beginnen würde. „Nur dann hätten auch wir Langweider langfristig eine Entlastung.“

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Enormer Eingriff in die Landschaft

Der Rehlinger Bürgermeister Alfred Rappel kann sich nicht vorstellen, dass so eine Planung „zu meinen Lebzeiten“ realisiert wird. Der Eingriff in die Landschaft und der zusätzliche Verkehr im Lechfeld wären enorm. In den Ortsteilen St. Stephan und Oberach gebe es aber auch immer wieder Klagen über den steigenden Durchgangsverkehr. Besonders dann, wenn die B2 zu oder gesperrt sei und Umleitungs- oder Schleichverkehr über die altbayerische Lechseite ausweiche.

Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle verdeutlichte gestern via Facebook noch einmal seine Beweggründe: „Solange die Ausweichroute aus ganz Nordschwaben durch die Innenstadt von Gersthofen, durch eine 30er-Zone, vorbei an einer Grundschule und zwei Kindergärten führt, müssen wir über Alternativen diskutieren.“

Er sieht beim Thema Mobilität alle gefordert und sagt: „Darum setze ich mich dafür ein, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen und nicht nur im Mikrokosmos der eigenen Stadtgrenzen zu denken. Darum bauen wir weiter auf die Unterstützung des Ministeriums.“ (cli, cf)

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