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Kutzenhausen

05.11.2019

Wofür junge Menschen heute kämpfen

Die Talentcampus-Teilnehmer lernten verschiedene Gestaltungstechniken kennen. Die breite Palette der Ergebnisse pendelte zwischen Gefühlen, Emotionen und Grundsätzlichem.
Foto: Siegfried P. Rupprecht

In Kutzenhausen stellen 20 Kinder und Jugendliche ihre Ideen, Kreationen und Bildwerke vor. Sie sind ein Weckruf für mehr Rücksicht, Frieden und Gesundheit.

Bei dem gemeinsamen Ferienangebot von Volkshochschule Augsburger Land, der Diedorfer Schule der Fantasie und der Gemeinde Kutzenhausen entfalteten 20 Kinder und Jugendliche aus dem gesamten Landkreis mehrere Tage lang Kunstsinn und viel Kreativität. Dabei gingen sie der Frage nach: Wofür lohnt es sich zu kämpfen?

Einfach war es nicht, zumal es galt, Antworten auf eine tief greifende Frage zu finden. Die Nachwuchskünstler des Talentcampus’ im ehemaligen Raiffeisengebäude mussten ihre eigenen Resultate dann auch noch mit künstlerischen Mitteln umsetzen. Doch am Ende strahlten die jungen Leute übers ganze Gesicht. Sie waren auf ihr Geschaffenes mächtig stolz.

Kämpfe ich gegen oder für etwas?

„Bevor es an die kreative Umsetzung der eigenen Sichtweisen ging, musste man sich über das Warum des Kämpfens klar werden“, verdeutlichte Talentcampus-Leiterin Maria-Theresia Kugelmann-Schmid. Ziel der Diskussion war die Auslotung der verschiedenen Standpunkte im Spannungsfeld der jeweiligen Antworten. Damit wurde neben der kulturellen Teilhabe auch das soziale Miteinander gestärkt. So mussten sich die jungen Leute auseinandersetzen, was sie mit ihrem eigenen Kampf für eine bestimmte Sache bezwecken und erreichen wollen. Die wichtigste Frage dabei war: Kämpfe ich gegen oder für etwas?. Erst dann ging es an die kreative Umsetzung.

Ihre Ideen, Kreationen und Bildwerke zurrten die Kinder und Jugendlichen beim Papierschöpfen, mit Lichtbild, Holzdruck oder Malerei fest.

Hintergründiges offenbart sich ebenso wie Offensichtliches

So entstanden mit Übermalungen, Collagen, Papier-Riss-Methoden, Reliefdrucken und inszenierten Fotoporträts crossmediale Gestaltungen und neue bildnerische Wege. Hintergründiges offenbarte sich ebenso wie Offensichtliches, zuweilen ergänzt mit Botschaften oder Symbolen. Hannah stellte beispielsweise die Sonne, beschützt in zwei Händen, in ihren Fokus. Für sie symbolisierte der Himmelskörper Glaube und Hoffnung zugleich, damit alle Menschen in Frieden leben können. Ein anderes Werk war ein Aufruf zu mehr Rücksicht und Achtsamkeit im Straßenverkehr.

Plädiert wurde auch für Freiheit, Liebe oder die stillen Momente im Leben. Mona forderte für jeden ein Dach über den Kopf. Sonja sah dagegen Krankheiten als großes Armutsrisiko auf der Welt. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, hatte sie sich entschieden, für die Gesundheit aller Menschen zu kämpfen.

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