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04.05.2020

Wohin mit der Kneippanlage in Thierhaupten?

Eine Kneippanlage ist ein sinnvolles Angebot für die Gesundheit. In Thierhaupten wird ein geeigneter Standort diskutiert.
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Eine Kneippanlage ist ein sinnvolles Angebot für die Gesundheit. In Thierhaupten wird ein geeigneter Standort diskutiert.
Bild: Kurdirekrion Bad Wörishofen

Plus In Thierhaupten ist ein neues Kneipp-Angebot geplant. Über den Standort ist man uneins. Zudem hieß es Abschied nehmen von vier Räten.

Der Abschied von vier Mitgliedern aus dem Thierhauptener Gremium hat mit Abstand und Mundschutz erfolgen müssen: Silke Oßwald (FW), Renate Durner ( SPD), Christian Kauer (SPD) und Harald Thalmeir (UB) werden in der jetzt beginnenden Legislaturperiode nicht mehr im örtlichen Gemeinderat vertreten sein. Um in Zeiten von Corona die nötige Distanz wahren zu können, hatte man die letzte Sitzung im altbekannten Kreis in den Herzog-Tassilo-Saal des Klosters verlegt und die Besucherzahl auf maximal 15 begrenzt.

Bürgermeister Toni Brugger bedankte sich bei den scheidenden Räten für die gute Kooperation in den vergangenen sechs Jahren und nannte zahlreiche Projekte, die man gemeinsam erarbeitet hatte. Zur Anerkennung überreichte er jeweils einen bayerischen Löwen aus Porzellan. Renate Durner als abgehende Zweite Bürgermeisterin konnte diesen aus beruflichen Gründen nicht persönlich entgegennehmen. In einem Brief, vorgelesen vom Rathauschef, richtete sie sich deshalb an das Gremium. Darin bedauerte sie, nicht an ihrer letzten Sitzung teilnehmen zu können, und bedankte sich für die „faire, sachliche und konstruktive Zusammenarbeit“. 18 Jahre hat Renate Durner im Marktgemeinderat verbracht, darunter war sie als Zweite und Dritte Bürgermeisterin aktiv und sei sich selbst dabei stets treu geblieben. Ihre Worte sorgten für Applaus.

Kneippanlage: Wirkt trübes Wasser abschreckend?

Neben der Verabschiedung der Räte umfasste die Tagesordnung auch noch weitere Punkte, darunter einige Bauanträge.

Die Gemeinde strebt die Errichtung einer Kneippanlage an. Dieser Wunsch bestünde schon seit Längerem und komme insbesondere von der älteren Generation, wie Bürgermeister Brugger schilderte. Nun habe man sich nach einer geeigneten Lage umgesehen und eine Stelle an der Friedberger Ach gefunden, die voraussichtlich alle Anforderungen erfülle – das hätten erste Gespräche mit Fachbehörden gezeigt. Diese Stelle befinde sich links neben der Brücke, die von der Klosteranlage hinüber zum Klosterweiher führe und somit direkt an einer beliebten Spazierstrecke liege. Doch der benachbarte Fischerverein habe bereits Bedenken zum favorisierten Standort geäußert. Unter anderem befürchten die Fischer eine Beeinträchtigung des Wasserzuflusses in den Klosterweiher. In der Sitzung zeigte sich Claus Braun (FW) ebenfalls kritisch zum Standort: Verschlammtes Fließwasser in der Friedberger Ach könne auch „eher abschreckend“ wirken. Sein Parteikollege Paul Heinrich stellte die Notwendigkeit einer solchen Kneippanlage aus persönlicher Sicht heraus gar ganz infrage.

Wo soll die Kneippanlage hin?

Im Gespräch für die Kneippanlage ist auch das Altwasser auf dem Gelände des Obst- und Gartenvereins (OGV). Doch dort fließe im Sommer oft nur wenig Wasser, weshalb ein solches Vorhaben an dieser Stelle wenig Sinn mache, so Bauamtsleiter Ion Simon. Laut Bürgermeister habe man aus diesem Grund bisher auch noch keine Gespräche mit dem OGV geführt. Josef Kienberger (JBU) regte daraufhin an, unabhängig vom Fließgewässer Frischwasser für die Kneippanlage zu pumpen. Doch das sei eher unüblich, wie Toni Brugger meinte. Der Rathauschef schlug vor, sich die angesprochenen Standorte mit dem Bauausschuss nochmals genauer anzusehen, um dann eine Lösung zu finden. Damit zeigte sich das Gremium einverstanden.

Renate Durner

Friedhof in Neukirchen wird erweitert

Neukirchen Nach langen Planungsarbeiten soll der Friedhof in dem Thierhauptener Ortsteil endlich erweitert werden. Der Bürgermeister sprach von drei nun vorgesehenen Bauabschnitten: Zunächst soll die bestehende Friedhofsmauer saniert, dann eine Rampe als Verbindung zur niedriger gelegenen Erweiterungsfläche errichtet und schließlich das neue Gelände geschaffen werden. Planer Walter Herb ging weiter ins Detail. So wolle man für die neue Mauer Stampfbeton einsetzen, ein Material, das im sakralen Bereich durchaus üblich sei. Außerdem plane man im neuen Friedhofsbereich aktuell mit sieben Doppelgräbern, neun Einzelgräbern, 24 Urnenbodengräbern und 18 Urnengräbern in der Urnenwand. „Eine gute Mischung“, wie sich der Neukirchener Franz Bissinger (UB, künftig CSU) äußerte. Nun soll das Vorhaben zur Genehmigung durch das Landratsamt gebracht werden.

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