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Gemeinderat

18.05.2018

Zeitplan für neue Abwassergebühr steht jetzt fest

Der Abbruch der ehemaligen Raiffeisen-Getreidetrocknung (im rechten Gebäudeteil) soll bis Frühjahr 2019 erfolgen.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Bürger sollen per Fragebogen Auskunft geben. Ein Fachmann sagt, warum die Neuordnung nötig ist

Mit Abstand den breitesten Raum nahm bei der jüngsten Gemeinderatsitzung der Zwischenbericht zur Einführung der gesplitteten Abwassergebühr ein. Dabei wies Diplom-Ingenieur Andreas Landau vom Büro Steinbacher-Consult darauf hin, dass die Kosten für die Abwasserbeseitigung künftig durch die zwei Gebührenanteile von Schmutz- und Niederschlagswasser abgedeckt würden. Das heißt: Es wird die tatsächliche Inanspruchnahme der Kanalisation berücksichtigt und auch verrechnet.

Um die versiegelten Flächen zu ermitteln, wurde Mitte April über der Gemeinde eine Befliegung durchgeführt. „Die dadurch entstandenen Luftbildaufnahmen beinhalten eine flurstückscharfe Ausweisung der Dach- und Versiegelungsflächen“, betonte Landau. Der Versiegelungsgrad der Teilflächen werde mit einem bestimmten Schlüsselfaktor berechnet.

Der Fachmann ging darauf ein, wer von der gesplitteten Abwassergebühr profitiere. Beim herkömmlichen Einfamilienhaus werde die Gebühr gegenüber der jetzigen in etwa gleich bleiben, machte er aufmerksam. Beim Mehrfamilienhaus könne die Gebühr geringer ausfallen. Mehr berappen als bisher müsse voraussichtlich ein Gewerbebetrieb. Landau bezeichnete die neue Berechnung als einen „gerechten Gebührenmaßstab, weil derjenige mehr zahlt, der mehr Regenwasser einleitet“.

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Der zeitliche Rahmen sieht vor, dass die Bürger aufgrund des Bildflugs Anfang August Selbstauskunftsunterlagen erhalten. Die Rücksendung soll bis spätestens 21. September erfolgen. „Andernfalls muss eine Schätzung der Versiegelungsflächen auf Grundlage der Befliegung und unter Annahme einer vollständigen Einleitung erfolgen“, so Landau. Die Einarbeitung der Rückläufe soll bis November über die Bühne gehen.

Begleitet wird dieses Projekt durch eine Bürgerversammlung und eine telefonische Bürgerberatung. Die Hotline wird für die Dauer von 20 Tagen geschaltet. Das alles gewährleiste Transparenz und eine offene Kommunikation, resümierte Bürgermeisterin Silvia Kugelmann.

Für den Neubau des Feuerwehrhauses soll das Gebäude der früheren Raiffeisen-Getreidetrocknung abgerissen werden. „Die Arbeiten dazu könnten sofort ausgeschrieben und durchgeführt werden“, teilte die Gemeindechefin mit. Ein Warten bis zum Winter erscheine aber sinnvoll: Das Preisniveau für den Abriss sei bei einer zeitnahen Ausschreibung vermutlich sehr hoch, da alle bekannten Abrissfirmen ausgebucht seien. Die Erfahrung zeige, dass bei einer Ausschreibung im Winter in der Regel günstigere Preise erzielt werden. Diesen Argumenten schloss sich der Gemeinderat aber nicht an. Einstimmig beschloss er, den Abbruch zügig auszuschreiben und bis spätestens Frühjahr 2019 durchführen zu lassen. Das beauftragte Unternehmen hätte dann genügend Zeit, den Auftrag intern einzuordnen, hieß es.

Um die Attraktivität des Freibads zu verbessern, schlug die Verwaltung die Installation einer E-Bike-Ladestation vor. Eigentümerin der Anlage wäre die Gemeinde, die auch den Strom zu bezahlen habe. Nach kurzer Diskussion nahmen die Ratsmitglieder mehrheitlich vom Kauf der Ladestation Abstand. Das Freibad sei pro Saison nur rund vier Monate geöffnet, die Installation aber ganzjährig zur Verfügung, so ein Einwand. Ein anderer: Es werde sicher kein E-Biker mit einer Entfernung von 50 bis 70 Kilometern ins Freibad kommen, um dann aufladen zu müssen.

Mit dem Badespaß hatte auch ein weiterer Tagesordnungspunkt zu tun. In der Märzsitzung wurde die Einrichtung eines WLAN-Hotspots beim Freibad beschlossen. Jetzt sei der gewünschte Internet-Empfangsbereich festzulegen, eine Erhöhung des Anschlusses auf 50 Megabit pro Sekunde und die dafür notwendige Erweiterung des bisherigen Schaltschrankes, verdeutlichte die Rathauschefin. Die Entscheidung darüber wurde vertagt, da noch Kostenangebot für den Schaltschrank vorliegt. Das sei für das Votum ein wichtiges Kriterium, meinte Rupert Kugelbrey.

Bei der Bürgeranfrage monierten etliche Gemeindebewohner die von einer Firma ausgeführten Bitumenverfugungen, unter anderem in der Birken-, Weiden- und Buchenstraße. Hier sei keine ordentliche Leistung vollbracht worden, hieß es. Die Bürgermeisterin versprach, der Sache nachzugehen.

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