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16.01.2010

Zerschneiden oder wegfahren

Landkreis Augsburg Zeitung lesen lohnt sich immer - aber wer den Abholtermin für die ausgedienten Christbäume verpasst hat, wird sich besonders ärgern. Denn nun muss die Tanne eigenhändig zur Wertstoffsammelstelle, Kompostieranlage oder Mülldeponie transportiert werden. Nur wer eine Biotonne hat, kann sich auch die Mühe machen und den Baum klein schneiden, so Günther Prestele, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs des Landkreises.

"Kleinere oder klein geschnittene Zweige - natürlich ohne Lametta - sind kein Problem für unsere Fahrzeuge, aber Stämme von einem Meter Länge könnten sich verhaken." Die müssten in etwa 30 Zentimeter lange Stücke zersägt werden, wenn man alles in die Biotonne stopfen will, sagt Prestele. Bei größeren Bäumen sei es bequemer, die Weihnachtsbäume zur jeweiligen Sammelstelle für Grüngutabfälle der Gemeinden zu fahren. In Gersthofen beispielsweise nimmt die Mülldeponie noch Nachzügler-Bäume an, in Diedorf kann man vergessene Tannen noch zum Häckselplatz beim Wertstoffhof bringen.

In den meisten Orten haben es Vereine freiwillig übernommen, die Bäume einzusammeln, etwa die Fußballer in Horgau, in Gersthofen das Jugendrotkreuz, in Adelsried und Aystetten die CSU, in Wollbach der Freizeitclub. In den anderen Zusmarshauser Ortsteilen finden sich laut Walter Stöckle von der Verwaltung seit Jahren keine Vereine, die die Christbäume einsammeln. Deshalb müssen die Bürger sie selbst am Wertstoffhof abgeben. "Wer die Möglichkeit hat, wird ihn höchstwahrscheinlich verfeuern."

Schützen werden heute aktiv

In Stadtbergen holen die Schützen am heutigen Samstag die Weihnachtsbäume ab, in Dinkelscherben gibt es im Pfarrbüro gegen eine Spende von zwei Euro einen Gutschein. Dafür wird am Samstag, 23. Januar, der Christbaum vom Pfarrgemeinderat abgeholt und entsorgt.

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