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Altenmünster

28.08.2020

Ziege wird bei Altenmünster erschlagen: Wem gehörte das Tier?

Plus Nun meldet sich der Jäger zu Wort, der das tote Tier gefunden hatte. Er sagt, es war trächtig. Die Ermittler suchen weiter nach Hinweisen auf den Täter.

Ein japsendes Tier liegt auf einer Weide. Es ist schwer verletzt und ringt mit dem Tod. So beschreibt Markus Mayer den schrecklichen Anblick, der sich ihm in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zwischen Neumünster und Baiershofen bot. Mayer rief die Polizei. Für das Tier, vermutlich eine Ziege, kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Polizei geht davon aus, dass ein Unbekannter absichtlich auf das Tier eingeschlagen hatte. Dann ließ er es offenbar einfach liegen. Die Polizei ermittelt - gesucht wird auch der Besitzer des Tiers.

„Ich musste das Tier töten“, sagt der Jäger. Nach Rücksprache mit der Polizei sollte er es von seinem Leid erlösen. Die Polizei berichtet von einer Ziege, die man gefunden habe. Laut Mayer könnte es sich allerdings auch um ein Schaf handeln. Sicher ist laut dem Jäger, dass das Tier trächtig war. „Die Jungen hätten sicher keine Chance mehr gehabt“, sagt er. Der Jäger ließ das Tier nach dem tödlichen Schuss zunächst liegen – so ist es Vorschrift. Doch am nächsten Tag war das tote Tier verschwunden. Nun sucht die Polizei nach dessen Besitzer Doch bislang fehlt offenbar jede Spur.

Unbekannter schlägt auf Ziege ein und lässt das Tier einfach liegen

Die Beamten gehen davon aus, dass die Ziege mit einem unbekannten Gegenstand erschlagen und liegen gelassen wurde. Anschließend soll der Unbekannte dem Tier eine Glocke, welche die Ziege um den Hals trug, abgenommen und mitgenommen haben. Außerdem wurde die Ohrmarke zur Registrierung der Ziege entfernt. Aufgrund der Umstände geht die Polizei nicht davon aus, dass die Verletzungen von anderen Tieren auf der Weide verursacht wurden. Bei der dem Tier handele es sich laut Polizei um eine deutsche Edelziege.

Diese Ziegengattung trägt braunes Fell und sieht sogenannten Kamerun Schafen sehr ähnlich. Sie tragen die gleiche Farbe und haben kein Wollfell wie für Schafe typisch. Viel mehr sind es kleine Tiere mit kurzen Schwänzen, länglichem Kopf und kleinen Ohren. Zudem können sie Hörner besitzen – wie Ziegen auch.

Jäger: "Vielleicht wollte es jemand zum sterben aussetzen“

Für Jäger Markus Mayer ist unbegreiflich, wer ein Tier so schwer verletzt und einfach liegen lässt. „Vielleicht wollte es jemand zum sterben aussetzen“, sagt er. Das komme immer wieder vor. Auch bei der Polizei in Zusmarshausen ist man ratlos. Alfred Götz von der Polizeiinspektion in Zusmarshausen sagt: „Das ist ein außergewöhnlicher Fall“. Auch er könne nicht verstehen, was einen Menschen antreibt, der so etwas tut.

Unaufgeklärt ist bis heute auch ein ähnlicher Fall in Zusmarshausen. Vor vier Jahren hatte ein unbekannter dort ein Schaf getötet und verstümmelt. Das Tier wies eine Verletzung am Hals auf, zudem fehlten dem Schaf beide Ohren.

Im aktuellen Fall suchen die Ermittler nun dringend nach Hinweisen. Wer weiß, wem das Tier gehört haben könnte, oder andere Hinweise zur Tat geben kann, meldet sich bitte bei der Polizeiinspektion in Zusmarshausen. Telefon: 08291/1890-0.

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