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Biberbach

24.01.2019

Zu wenig Biberbacher wollen einen Gasanschluss

Mindestens 55 Prozent der Haushalte müssen bis zum Stichtag am 31. Januar den Auftrag zur Verlegung der Anschlussleitungen erteilt haben, ansonsten gibt es keinen weiteren Ausbau der Gasinfrastruktur im Gemeindegebiet.
Bild: Stadtwerke (Archiv)

In Biberbach gibt es zu wenige Interesse an einem Gasanschluss. Andernorts sieht es ganz anders aus und der Bürgermeister steht vor einem Rätsel.

Wollen die Biberbacher partout keinen Gasanschluss, oder können sie sich einfach nicht entscheiden und verpassen damit eine Chance, die so schnell nicht wiederkommen wird?

Mindestens 55 Prozent der Haushalte müssen bis zum Stichtag am 31. Januar den Auftrag zur Verlegung der Anschlussleitungen erteilt haben, ansonsten gibt es keinen weiteren Ausbau der Gasinfrastruktur im Gemeindegebiet. Diese Quote ist noch nicht erreicht und die Uhr tickt, versteht Bürgermeister Wolfgang Jarasch die Zurückhaltung seiner Bürger nicht.

Künftig werden Kindergarten und Krippe  versorgt

Für die gemeindlichen Gebäude vom Bauhof in der Raiffeisenstraße bis zur Schule auf dem Kirchberg wurde die Gasleitung von Erlingen her bereits verlegt. Im Wärmeverbund mit der Schule wird künftig auch der Kindergarten und die Krippe versorgt werden. Dafür schloss Biberbach einen Vertrag mit dem Energieanbieter erdgas schwaben.

Im zweiten Schritt sollten die Hausbesitzer in Biberbach zum Zug kommen. Im Paket „gas & glas“ werden zusätzlich zur Gasleitung auch Leerrohre für das schnelle Internet via Glasfaserkabel verlegt. „Und das zusätzlich zum günstigen Gasanschluss völlig kostenlos“, so der Bürgermeister. Wenn der Breitbandausbau weitergeht, wäre der Einschuss der Kabel in die vorhandenen Leerrohre ein nur noch geringer Kostenfaktor, so die Rechnung der Gemeinde.

Zurückhaltung ist dem Chef im Rathaus ein Rätsel

Die Zurückhaltung der Biberbacher ist dem Chef im Rathaus ein Rätsel, denn andernorts wäre ein regelrechter Ansturm auf teils weit teurere Angebote von Energieanbietern zu verzeichnen. „Es gibt auch nach Verlegung der Anschlüsse keinen Zwang zur Gasabnahme, sondern noch einen Bonus von 1000 Euro wenn der Anschluss innerhalb von fünf Jahren beauftragt wird.“

Die Rückmeldung von knapp hundert Biberbachern, die sich ein Anschlussangebot haben machen lassen, steht noch aus. „Wer sein Haus anschließen lassen möchte, muss jetzt schnell sein“, sieht der Bürgermeister noch eine kleine Chance die 55-Prozent-Marke zu reißen. Denn am 1. Februar ist das Angebot definitiv vom Tisch. Bis dahin sind auch die Mitarbeiter der Beratungsstelle, die im Rathaus eingerichtet wurde, vor Ort.

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24.01.2019

Ich gehe davon aus das es die Anschlusskosten sind die abschrecken.

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