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Landwirtschaft

09.02.2018

Zufriedene Züchter: Kühe geben immer mehr Milch

Ehrung der Landkreisbesten als „Fleckvieh-Profi 2017“: (von links) Zuchtverbandsvorsitzender Georg Kraus, Philipp Schmid, Markus Meitinger, Josef Fichtel, Josef Zott, Andreas Steger, Florian Miller, Stephan Merk, Andreas Geh, Hansjörg Kastner, Andreas Kraus, Zuchtleiter Friedrich Wiedenmann.
Bild: M. Holand

Verband ehrt seine besten Mitglieder. Auch der Verkauf von Tieren ist auf einem Höchststand

Die gemeinsame Mitgliederversammlung des Fleckviehzuchtverbandes und des Milcherzeugerringes Wertingen für den Landkreis Augsburg eröffnete Verbandsvorsitzender Georg Kraus mit einer sehr positiven Bilanz zu Zucht und Vermarktung: Der Milchpreis ist derzeit gut und Zuchttiere aus dem Augsburger Land sind sehr gefragt. Dementsprechend wachsen die Herden.

Laut Friedrich Wiedenmann, Zuchtleiter des Verbandes und Fachliche Leiter des Milcherzeugerringes, ist im Landkreis seit 2017 bei den 184 Herdbuchbetrieben mit 10837 Kühen ein Leistungsniveau von 7920 Kilogramm Milch je Kuh und Jahr (+ 92 kg) bei gleichzeitiger Steigerung der Fruchtbarkeits- und Gesundheitsmerkmale erreicht worden. Dies sei ein klares Indiz für die optimalen Haltungsbedingungen und Tierpflege in den Betrieben. Sensationell sei: 29 Kühe im Zuchtgebiet haben die magische Grenze von 100000kg Lebensleistung überschritten. Vier davon stehen im Landkreis Augsburg.

Im Berichtsteil „Vermarktung“ erläuterte Johann Schwarz: „Die Gesamtzahl aller verkauften Tiere konnte erneut gesteigert und mit fast 12000 Tieren eine neue Höchstmarke erreicht werden.“ Wegen des guten Milchpreises sei die Zahl der angebotenen und verkauften Jungkühe bei den Auktionen knapper gewesen.

Wahrer Boom beim Zuchtviehexport

Einen wahren Boom erlebte der Zuchtviehexport von Kalbinnen und Jungrindern. Fast 1900 Tiere konnten über diesen Absatzweg verkauft werden. Schwarz animierte die Zuhörer, verstärkt Jungrinder und Kalbinnen anzubieten. Auch für Kühe beständen aktuell mehrere Nachfragen aus Aufstockungsbetrieben.

Bei den Zucht- und Nutzkälbern konnten die Vorjahreszahlen nicht ganz erreicht werden. Der Bedarf an den Kälbern, die übrigens von den Käufern sehr geschätzt und gut bezahlt sind, sei regelmäßig nicht gedeckt, es bestehe also noch erhebliches Potenzial, das durch verstärkte Belieferung genutzt werden müsse.

Die besten Züchter des Landkreises wurden nach einem Punkteindex mit Einbezug von Milchmenge, Milchinhaltsstoffen, Lebensleistung, Fruchtbarkeit und Gesundheit proklamiert. Wiedenmann erläuterte hierzu, dass diese Kriterien im Zuchtziel der Rasse Fleckvieh starke Beachtung fänden und auch maßgeblich zum Betriebserfolg beitragen. Daher sei für die Besten im Landkreis nach diesem Punktesystem der Name „Fleckvieh-Profi“ absolut gerechtfertigt. (AL)

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