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Kultur

13.12.2017

Zum Abschied noch ein „Stille Nacht“

Das Madrigal-Ensemble unter Leitung von Helmut Maschke spielte in Kloster Holzen sein Abschiedskonzert.
Bild: Dominik Maschke

Das Madrigal-Ensemble spielt in Kloster Holzen sein letztes Konzert

Trotz des starken Schneetreibens hatten sich viele Zuhörer auf den Weg in die Holzener Klosterkirche gemacht, um das Abschiedskonzert des Madrigal-Ensembles Helmut Maschke mitzuerleben. Geboten wurde adventliche und weihnachtliche Instrumental- und Chormusik auf hohem Niveau, detailgenau ausgearbeitet und interpretiert.

Zu Beginn bot das Vokal-Ensemble – gemeinsam mit einer Streichergruppe – das fünfstimmige „Magnificat“ von Dietrich Buxtehude sowie die Adventkantate „Nun komm der Heiden Heiland“ von Georg Philipp Telemann dar. In diesen beiden Werken überzeugten die Ensemble-Mitglieder nicht nur chorisch, sondern auch solistisch: Josef Deffner verlieh der Passage „Esurientes implevit bonis“ profunden Bass-Klang; die Sopranistin Claudia Mauthe gestaltete die anspruchsvolle Arie „Öffne dich, mein ganzes Herze“ mit schlanker Stimme und technisch brillant. Margrit Egge am Portativ war den Solisten dabei eine aufmerksame, stets präsente Begleiterin.

Besondere Glanzlichter des Programms bildeten die A-cappella-Chorsätze, mit denen das Vokal-Ensemble bewies, dass es sich im Bereich des unbegleiteten Chorgesangs völlig zu Recht auch überregional einen Namen gemacht hat. In der dritten Strophe des Adventliedes „Maria durch ein Dornwald ging“ (Satz: Gottfried Wolters) zeichneten die sieben Stimmen des Ensembles das Erblühen des Rosenstocks feinnervig nach und ließen – in bewusstem Gegensatz dazu – die Weihnachtsmotette „Freut euch und jubiliert“ (Sethus Calvisius) schlank und hell, ganz im Stile festlicher Bach-Trompeten, erstrahlen. Das Weihnachtslied „Den geboren hat ein’ Magd“ (Satz: Hans Chemin-Petit) gestaltete das Ensemble filigran, in den Refrain-Teilen mit einem berührenden Pianissimo.

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Im böhmischen Volkslied „Freu dich, Erd und Sternenzelt“ (Satz: Helmut Maschke) schufen Chor und Echostimmen (Gabriela Weilguni und Monika Bator) eine raumfüllende Homogenität in der Klosterkirche.

Den Abschluss des Konzerts bildete die klangschöne fünfstimmige Weihnachtskantate von Vincent Lübeck mit dem Titel „Willkommen, süßer Bräutigam“. Auch in diesem Werk wechseln sich Chor- und Streicherpassagen mit solistischen Partien ab, wobei Robert Baumann (Tenor) die Arie „O großes Werk, o Wundernacht“ einfühlsam und textgenau interpretierte.

Mit einem beeindruckenden siebenstimmigen „Stille Nacht, heilige Nacht“ aus der Feder des Ensemble-Leiters Helmut Maschke verabschiedete sich das Vokal-Ensemble von seinen Zuhörern. Diese waren überzeugt davon, ein besonderes Konzert erlebt zu haben, äußerten gleichzeitig aber auch ihr Bedauern darüber, dass das Ensemble mit Ablauf dieses Jahres seine Arbeit beendet. (AL)

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