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Zusmarshausen

24.08.2018

Zusmarshausen bleibt Zentrum für Großküchen

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Beim symbolischen Baubeginn von Chefs Culinar waren es zwölf Spaten, die gleichzeitig ins Erdreich stießen.
Bild: Andreas Lode

Mit dem symbolischen Spatenstich bekennt sich Chefs Culinar zum Standort. Mit 22 Millionen Euro fällt die Investionssumme allerdings geringer aus.

Beim symbolischen Baubeginn von Chefs Culinar waren es zwölf Spaten, die gleichzeitig ins Erdreich stießen: Das Unternehmen, das von Zusmarshausen aus Großküchen in ganz Bayern und Baden-Württemberg beliefert, erweitert sich.

„Ursprünglich war unser Plan, das Haus zu verdoppeln“, berichtete Geschäftsführer Peter Wenzel beim offiziellen Spatenstich. Einige Punkte haben dann dazu geführt, dass es nun kleiner kommt: Mit einem Investitionsvolumen von ungefähr 22 Millionen Euro soll ein 2700 Quadratmeter großer Erweiterungsbau entstehen, davon wird eine 1600 Quadratmeter große Fläche zum Tiefkühllager ausgebaut. Abgesehen davon sollen weitere Parkplätze angelegt werden und eine neue Zufahrt im Südwesten an der B10 entstehen.

Arbeitslosigkeit liegt bei nur 2,3 Prozent

Für die Vergrößerung am Standort Zusmarshausen bedankte sich dann auch Landrat Martin Sailer. „Es tut sich Vieles in der Gegend“, sagte der Politiker in seiner Rede. „Die mittelständischen Unternehmen investieren immer weiter in unsere Region.“ Unter anderem deshalb liege die Arbeitslosigkeit bei nur 2,3 Prozent.

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Doch diese Quote birgt auch Schwierigkeiten, wie Wenzel erklärte: Das Unternehmen habe es nicht leicht, in der Region neue Mitarbeiter zu finden. Bereits um die 600 Angestellten arbeiten bei Chefs Culinar in Zusmarshausen, der Kern der Beschäftigten sei ortsansässig. Das Potenzial sei damit weitestgehend ausgeschöpft. Unter anderem deshalb falle der Neubau nun kleiner und mit geringerem Budget aus: Ursprünglich plante man mit Summen zwischen 40 und 90 Millionen Euro. Nichtsdestotrotz stritt der Geschäftsführer das Gerücht ab, man baue Arbeitsplätze ab: „Zusmarshausen ist und bleibt unser Zentrum.“

„Der Torf, auf dem das Gebäude entstehen soll, ist nicht tragfähig“

Eine weitere Problematik bei dem Bauvorhaben stellt der Untergrund dar, wie der Zusmarshauser Bürgermeister Bernhard Uhl schilderte: „Der Torf, auf dem das Gebäude entstehen soll, ist nicht tragfähig.“ Außerdem sei der Boden mit geogenen Stoffen belastet, die ausgelagert werden müssen. Einige Rechtsgebiete mussten berücksichtigt werden und genauso sei das Zusammenwirken aller Beteiligten nötig gewesen, um die Vergrößerung dennoch möglich zu machen. Das freut den Bürgermeister: „Im März 2016 wurden die Pläne erstmals in der Gemeinde vorgestellt. Zwei Jahre später konnte das Vorhaben dann genehmigt werden.“

Jedoch nicht ohne Weiteres: Das Bauunternehmen Bendl aus Günzburg ist für den Neubau zuständig und hat eine zehnmonatige Umplanungsphase hinter sich. Beim Spatenstich wurde die Firma vertreten durch Stefan Wiedemann, der sich stolz zeigte: „Mit relativ geringer Verzögerung können wir nun mit der Erweiterung starten. Wir sind stolz, Chefs Culinar zu unseren Stammkunden zählen zu dürfen.“

Von einem großen Tag im Zusamtal sprach auch Carolina Trautner, Staatssekretärin für Unterricht und Kultus. Sie zeigte sich beeindruckt und stolz über die Erweiterung von Chefs Culinar im Gewerbegebiet Wollbach: „Das ist eine Stärkung für die Region.“ Als Überraschungsgast beim Spatenstich anwesend war außerdem Peter Harry Carstensen, ehemaliger Ministerpräsident aus Schleswig-Holstein.

In einem Zeitraum von viereinhalb Monaten soll nun alles fertig werden, denn es eilt, wie Geschäftsführer Peter Wenzel verdeutlichte: „Wir haben zu wenig Platz und möchten wieder freier arbeiten können.“

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