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Zusmarshausen

07.03.2021

Zusmarshausen reagiert auf Kritik an Erhöhung der Kita-Gebühren

Über die Gebühren für die Kinderbetreuung wird derzeit in Zusmarshausen diskutiert.
Foto: Silvio Wyszengrad (Symbolbild)

Plus Um die Zusmarshauser Betreuungsgebühren in Kitas und der Mittagsbetreuung soll es bei einer Informationsveranstaltung in der Schulturnhalle gehen.

Wie geht es weiter mit der Kinderbetreuung in Zusmarshausen? Wie berichtet, stehen derzeit Gebührenerhöhungen für die Kitas und die Mittagsbetreuung im Raum, die in der Marktgemeinde hohe Wellen schlagen. Eltern haben mehrere hundert Unterschriften gegen dieses Vorhaben gesammelt - allein 470 wurden bei zwei Online-Petitionen registriert. Nächste Woche sollen nun Gespräche dazu stattfinden.

Die Eltern wehren sich mit ihren Unterschriften dagegen, dass die Gebühren für die Kinderbetreuung zum 1. April angehoben werden sollen. Dabei sind sie nicht grundsätzlich dagegen, mehr Geld für die Betreuung ihrer Kinder zu bezahlen. Sie bemängeln vor allem, dass nach einem Vorschlag des Finanzausschusses auf einen Schlag deutlich mehr Geld verlangt werden würde und bringen stattdessen zum Beispiel eine stufenweise Erhöhung der Beträge ins Gespräch. Die Marktgemeinde rechnet im zweiten Jahr der Corona-Pandemie mit einem Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen und diskutiert über Einsparungen.

Info-Veranstaltung in Zusmarshausen am Donnerstag, 11. März, geplant

Bürgermeister Bernhard Uhl (CSU) erklärte, dass in der kommenden Woche eine öffentliche Informationsveranstaltung in der Schulturnhalle in Zusmarshausen zum Thema Kita-Gebühren geplant sei. Sie soll am Donnerstag, 11. März, ab 16 Uhr stattfinden. Falls das nicht möglich ist, weil es kurzfristig Terminüberschneidungen gibt, wenn beispielsweise die Halle zu dieser Zeit belegt ist, soll ein neuer Termin gefunden werden. Außerdem sollen die Mitglieder des Marktgemeinderates in der kommenden Woche zusammenkommen, um alle aktuellen Informationen zu besprechen. Der Marktgemeinderat entscheidet am Ende über die Kita-Gebühren. Dies soll dann in einer öffentlichen Sitzung geschehen.

Wie viele Betreuungsplätze braucht die Marktgemeinde?

Größer als sonst üblich war der Besucherandrang im Rathaus am Donnerstagabend vor der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses. Hier ging es unter anderem um die Bedarfsplanung für das Betreuungsjahr 2021/22. "Wir sind gut aufgestellt", sagte Bürgermeister Bernhard Uhl zu den derzeitigen Zahlen bei den Kita-Plätzen.

Die Krippenplätze sind im September 2021 ausgebucht. Die Verwaltung rechnet damit, dass ab März wieder freie Plätze für die ganz Kleinen unter drei Jahren zur Verfügung stehen werden, sobald der Anbau in Gabelbach fertiggestellt ist. Nachdem im Kindergarten Obstgarten in Zusmarshausen im Moment 15 Kindergartenplätze fehlen, könnte hier eine Krippengruppe in eine Kindergartengruppe umgewandelt werden. Dann würden hier 50 statt 25 Kindergartenplätze zur Verfügung stehen und zwölf statt 24 Krippenplätze. Bis März wären dann alle Krippenplätze belegt und die Kindergartengruppen in Zusmarshausen entlastet. Im Kindergarten Zus gibt es für die 120 Plätze im Moment 111 Anmeldungen.

Es werden noch Gruppenleitungen gesucht

2018 wurden 64 Kinder im Gemeindebereich geboren. Sie sind von der Verwaltung für das Kindergartenjahr 2021/22 eingeplant worden. 2019 wurden 70 Kinder geboren, 2020 waren es 67 und 2021 sind bislang sechs Geburten erfasst. Rein rechnerisch ist eine Betreuungsperson in der Marktgemeinde im Moment für 8,16 Kinder zuständig. Gesetzlich verlangt werde laut Verwaltung ein Betreuungsschlüssel von etwa 1:11, der Durchschnitt im Landkreis liege bei etwa 1:9. Der Stellenplan der Marktgemeinde weist 2021 insgesamt 57 Stellen im Bereich Kindergärten aus. Tatsächlich besetzt sind 47, Reinigungs- und Küchenpersonal mit einberechnet. Das teilte die Verwaltung kürzlich in der Marktgemeinderatssitzung mit. Zwei Stellen für Gruppenleitungen seien vor Kurzem ausgeschrieben worden.

In der Mittagsbetreuung der Schulkinder sind 59 Plätze aus diesem Schuljahr belegt, 25 Kinder wurden neu angemeldet, sodass jetzt noch neun Plätze fehlen, wie aus der Präsentation hervorgeht. Möglicherweise kommt hier eine Warteliste in Betracht, oder aber es können Betreuungsplätze gesplittet werden.

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