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Zusmarshausen

05.03.2020

Zusmarshauser Zusambühne: Was die neue Regisseurin plant

Die Qual der Wahl: Martina Kecht (rechts) ist Sabrina Kraus bei der Auswahl der Kittelschürzen, die alle noch aus Oma´s Zeiten stammen, behilflich. 
Bild: Michaela Krämer

Martina Kecht hat bei der Zusambühne in Zusmarshausen nun das Sagen. Premiere für die Komödie ist am Samstag, 14. März.

Der Kiosk „Trudes Bude“ ist ein Treffpunkt für gescheiterte Existenzen: Eine Bordsteinschwalbe, ihr lautstarker Zuhälter, ein gutmütiger Taxifahrer, der die Wartezeiten liebt, ein unterbelichteter Kleinkrimineller tummeln sich hier, und natürlich Trude, die diese Charaktere an ihrer Bude festhalten will, wenn ein skrupelloser Immobilienmakler diesen sozialen Treffpunkt für ein ehrgeiziges Bauobjekt zunichtemachen will. Trude ist Zuhörer, Ratgeber, Streitschlichter und wenn es sein muss, auch Liebesbote. Man geht hier nicht allzu zimperlich miteinander um. Es beginnt ein Spiel mit hohem Einsatz und man lernt sich so erst richtig kennen.

Diese Erfolgsstory von Bernd Kietzke in drei Akten hat Martina Kecht , seit 2006 Abteilungsleiterin der Zusambühne , in Szene gesetzt, und am Samstag, 14. März, ist Premiere. Martina Kecht ist Regisseurin und somit Nachfolgerin von Hans-Peter Englbrecht , der im letzten Jahr in den wohlverdienten Theaterruhestand ging. Mit der 56-Jährigen konnte ein mehr als adäquater Ersatz gefunden werden. Für sie ist dieses Jahr ein sogenanntes Lehrjahr. „Ich muss als Regisseurin viel mehr koordinieren“, betont sie. Und von Stettenhofen nach Zusmarshausen zu fahren, um zwischendurch mal schnell einen Nagel in die Bühnenwand zu schlagen, ist einfach nicht drin. „Da muss man sich schon sehr genau überlegen, was wird heute gebraucht, was muss ich noch besorgen.“

Regisseurin benötigt ein hohes Maß an Organisationstalent

Eine Regisseurin benötige ein hohes Maß an Organisationstalent, um diesen Job gut ausfüllen zu können, sagt Kecht – als Mädchen für alles und als Wohlfühlfaktor, sei es nur, indem man sich um die Getränke kümmere. Ganz wichtig sei auch eine harmonische Zusammenarbeit, die ein Stück erst zu einem Erfolg werden lasse. Und ohne die Stars auf der Bühne wäre es auch nicht möglich, sagt die sympathische Stettenhoferin, die bis 2015 noch selbst unter der Regie von Hans-Peter Englbrecht im Theater mitgespielt hat. Apropos Englbrecht : Er hatte sich auch schon öfters bei den Proben blicken lassen. „Allerdings nur kurz.“

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Aktuell laufen die Proben für „Trudes Bude“ noch. Ob die neue Regisseurin kurz vor der Premiere schon ein bisschen Lampenfieber hat? „Ein wenig Druck spüre ich schon“, sagt sie. „Schließlich soll ja auch alles funktionieren.“ Martina Kecht wollte schon bei den Proben für eine richtige Kulisse sorgen. Mit den vielen Akteuren nur mit Bodenmarkierungen zu arbeiten, mache keinen Sinn. Hans-Peter Englbrecht hat deshalb gemeinsam mit Günther Hermann aus alter Verbundenheit zum Theater den Kiosk gebaut, den man je nach Bedarf unproblematisch mit ein paar wenigen Handgriffen auf- und abbauen kann.

Neu bei der Zusambühne ist Lisa Boner aus Gabelbach. Sie hat bereits jahrelange Bühnenerfahrung und spielte auch schon in Norwegen in einem experimentellen Theater. Im Stück „Trudes Bude“ darf sie ein Miststück spielen. Diese Rolle gefällt ihr sehr.

Premiere ist am Samstag, 14. März 2020

Premiere ist am Samstag, 14. März 2020. Danach folgen noch Vorstellungen am Freitag, 20. März, Samstag, 21. März, Freitag, 27. März und Samstag, 28. März. Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr. Kartenvorverkauf im „Mein Buchladen“ in Zusmarshausen.

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