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Landkreis Augsburg

20.08.2019

Zwei Schlüsselszenen sorgen für Spannung in der Liga

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3 Bilder
Zwei Schlüsselszenen prägten das Derby TSV Gersthofen gegen den TSV Meitingen. 
Bild: Karin Tautz

Fußball-Nachlese: Wie die Trainer das Derby TSV Gersthofen gegen TSV Meitingen bewerten und warum ein weißes Hemd seine ersten dunklen Flecke abbekommen hat.

Die Vorrunde in der Fußball-Bezirksliga ist zu einem Drittel gelaufen, da steht im Norden keine Mannschaft mehr ungeschlagen da. Am Sonntag erwischte es das letzte Quartett mit Hollenbach, Ecknach, Bubesheim und Meitingen. Damit ist ganz oben in der Tabelle für Spannung gesorgt. Lediglich zwei Zähler liegen zwischen der Nummer eins und dem Fünften.

Viele haben sich über die ungewöhnliche Anstoßzeit gewundert. Das Landkreisderby zwischen dem TSV Gersthofen und dem TSV Meitingen wurde nämlich am Sonntagabend erst um 19 Uhr angepfiffen. Normal spielen die Ballonstädter am Freitagabend oder am Samstag, da aber bereits am Donnerstag ein Spieltag anstand, kam diesmal nur der Sonntag in Frage.

Parkplätze sind Mangelware

Bei hochsommerlichen 30 Grad herrscht rund um die neben der Abenstein-Arena liegenden Spaßbad „Gerfriedswelle“ schon ohne Fußball das Chaos. Parkplätze sind Mangelware. „Da waren sich beide Vereine einig, um 19 Uhr zu spielen“, erklärt Abteilungsleiter Klaus Assum. Und gute zwei Stunden später durfte er sich selbst auf die Schulter klopfen. „Das war Werbung für den Amateurfußball“, freute sich Assum über den 3:1-Sieg seines TSV Gersthofen vor 457 zahlende Zuschauer. Alles richtig gemacht!

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Ob Schiedsrichter Philipp Sofsky alles richtig gemacht hat – daran scheiden sich die Geister. „Eigentlich hätten wir mit 1:0 in Führung gehen müssen, waren aufgrund der Verkettungen von Ereignissen – von dem Foul an Heiß, dem Elfmeter bis zur Gelb-Roten Karte für Chouiloulidis – dann plötzlich aus dem Spiel“, ärgert sich Meitingens Abteilungsleiter Torsten Vrazic. „Wir rätseln immer noch, ob es nach dem 1:1 daher nicht besser gewesen wäre, uns hinten reinzustellen. Unterm Strich hat Gersthofen aber zurecht gewonnen. Sie haben es relativ clever gemacht und die wenigen Möglichkeiten genutzt, die wir ihnen gegeben haben.“

Ein ganz ordentliches Fußballspiel von beiden Seiten

Gersthofens Spielertrainer Florian Fischer hatte noch eine andere Schlüsselszene ausgemacht: Dass Matthias Schuster seine Großchance nach zehn Minuten, als er im 1:1 gegen Torhüter Niklas Gordy verlor, nicht genutzt hat, sei seiner Elf natürlich entgegengekommen. „Das war mitentscheidend für den Ausgang des Spiels, denn wenn Meitingen da 1:0 in Führung geht, wäre es doch schwieriger geworden.“ Für Fischer war es ein ganz ordentliches Fußballspiel von beiden Seiten. „Beide hatten Respekt voreinander, weshalb es nicht zu einem völlig offenen Schlagabtausch gekommen ist. Dann bekommen wir den Elfmeter, vor dem es aber meiner Meinung nach kein Foul gegeben hatte.“ Für Meitingen sei es natürlich schwer gewesen, ab der 30. Minute in Unterzahl hinterherzulaufen. Zumal die Schwarz-Gelben von der Bank nachlegen konnten.

„Wir haben jetzt die letzten drei Spiele von der Bank entschieden, das zeichnet uns derzeit aus, dass wir in der Breite ganz gut aufgestellt sind“, so Fischer. „Ich glaube im Großen und Ganzen ging der Sieg in Ordnung, es wäre aber interessant geworden, hätte Meitingen das Spiel zu Elft zu Ende gebracht. Meine Jungs waren präsent und es war wichtig, dass wir Buja und Duvnjak im Griff bekommen. Meiner Meinung gibt es in der Offensive nichts Besseres in der Liga. Das muss man erst mal in Schach halten. So bleibt die Liga halt jetzt spannend.“ Fischer hatte leicht reden: Der TSV Gersthofen war der einzige Klub, der aus den drei Spielen innerhalb einer Woche die maximale Ausbeute von neun Punkten geholt hat.

Schlüsselszene war dann der Elfmeter

Unabhängig von der Niederlage zeigte sich Meitingens Trainer Pavlos Mavros sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft binnen der englischen Woche. „In Gersthofen waren wir wie gegen Affing gut eingestellt und haben 20 Minuten das Spiel dominiert, nur eben das Tor nicht gemacht. Schlüsselszene war dann der Elfmeter. Wären wir bis zur 90. Minute zu Elft gewesen, wäre das Spiel anders ausgegangen.“ Hinzu komme, dass man derzeit überhaupt keine Bank hat, während Gersthofen das Spiel über die Bank gewonnen hat. „Trotzdem kann ich der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir hatten viele angeschlagene Spieler und dennoch haben alle alles gegeben“, so Mavros, „wir dürfen jetzt nur nicht aufhören und müssen gegen Stätzling wieder in die Erfolgsspur kommen.“

Mit Alexander Schmid stand beim SC Altenmünster ein neuer Torwart zwischen den Pfosten. Der Neuzugang vom TSV Offingen löste den bisherigen Stammkeeper Kevin Abold ab und ließ sich beim wichtigen 2:0-Heimsieg gegen den FC Mertingen nicht bezwingen. „Dieser Torwartwechsel war eingeplant“, verriet nach dem Spiel Altenmünsters Trainer Peter Ferme. „Alex hat sich diese Chance verdient“, so der SCA-Coach. Doch ein Spiel sage noch nichts aus, wer auf Dauer die Nummer eins beim derzeitigen Tabellensiebten sein wird.

Das weiße Hemd hat die ersten Flecken abbekommen

Zum Saisonabschluss hat Oliver Haberkorn von seinen Spielern ein weißes Hemd mit seinen Initialen und dem Vereinsemblem der SpVgg Westheim geschenkt bekommen. Zum Auftakt der neuen Runde hatte das schicke Teil Premiere. Doch es brachte dem Trainer der SpVgg Westheim kein Glück und hat sich bei der 1:2-Niederlage im Neusässer Stadtderby beim TSV Täfertingen gleich die ersten dunklen Flecken eingefangen. „Wir müssen einfach nur unsere Chancen reinmachen! Schon vor dem Gegentreffer muss es 2:0 für uns stehen“, erinnert sich der 35-Jährige nur ungern an die vielen Gelegenheiten, die während der 90 Minuten auf der Strecke blieben. Unter anderem ein Elfmeter.

Ganz gewaltig geärgert hat Haberkorn, dass mit Marius Dußler ausgerechnet der jüngste Spieler zur Exekution antrat – und an Benjamin Schierz scheiterte. „Wir haben so viele routinierte Spieler. Da hätte einer von denen die Verantwortung übernehmen müssen.“ Das I-Tüpfelchen war dann noch die Rote Karte gegen Patrick Fendt. „Lächerlich“, so Haberkorn.

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