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Willmatshofen

28.07.2019

Zwei Wohlfühlberater in Sachen Holz und Kreativität

Anspruchsvoll in Material und Ausführung bis hin zum letzten Schliff: die Schreinermeister Bernd (links) und Werner Schuster.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Holzgestaltung mit modernster Technik und eigenem Showroom: Werner und Bernd Schuster von 3s-Möbel stehen für klassische und individuelle Schreinerarbeit.

Edles Mobiliar muss nicht langweilig sein. Das zumindest finden Werner Schuster und sein Neffe Bernd schon von Berufs wegen. Sie sind Eigentümer der 3s-Möbel Schuster im Fischacher Ortsteil Willmatshofen und erzählen, wie der fast 100 Jahre alte Familienbetrieb auch in Zukunft bestehen will.

Die Schreinerzunft sei im Umbruch, nicht zuletzt durch wachsende Konkurrenz von Montagebetrieben, die zuweilen mit Fertigteilen aus den Baumärkten arbeite. „Was uns bewegt, ist dagegen die Liebe zum Detail, zur Qualität und Beständigkeit bei einem überschaubaren und eingrenzbaren Kostenrahmen“, sagen die Eigentümer. Somit bewegt sich der Familienbetrieb in mittlerweile vierter Generation nach eigenen Worten „im Grenzbereich zwischen der industriellen Fertigung und dem traditionell hochwertigen Handwerk“.

„Wir machen alles, was durch die Haustüre kommt

Dabei erstreckt sich der Leistungsbereich nicht nur auf den Privatkunden, sondern auch auf Hotels, Gasthäuser, Arztpraxen und Büros. „Wir machen alles, was durch die Haustüre kommt“, meint Werner Schuster salopp. Zugpferd ihrer Angebotspalette seien Küchen, ergänzt Bernd Schuster. Bei den Planungen versuche man, Neues mit Altem zu verbinden, so der 34-Jährige. Soll heißen: Zu modernen, oft geradlinigen Materialien und Ausführungen kommt Altholz als Ergänzung. „Das macht das Produkt lebendiger und verleiht Seele.“ „Bei uns ist jedes Stück ein Unikat, das den Raum atmosphärisch und funktionell aufwertet“, verspricht Werner Schuster.

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So verstehen sich der 62-Jährige und sein Neffe Bernd längst nicht nur als Schreiner. Sie siedeln sich irgendwo als kreative Fachleute für individuelles Wohnen an, im Verbund mit Natürlichkeit und Lebensqualität als eine Art Wohlfühlberater.

Dass sie die Lackierung auf umweltfreundliche Wasserlacke umgestellt und sich von Lösungen verabschiedet haben, ist nur ein Teil ihrer Philosophie von Werthaltigkeit. „Somit gelangen weniger Lösemittel in die Umwelt“, sagt der Neffe.

Es gab keinen anderen Berufswunsch

Einen anderen Berufswunsch als Schreiner gab es für sie nicht. „Ich bin von der Schule nach Hause gekommen, habe mich meist im Betrieb aufgehalten, auch mal mitgeholfen“, erzählt Werner Schuster. Ähnlich bei seinem Neffen: „Schon als Kind sieht und hört man nichts anderes als Holz, Perfektion und Beständigkeit.“ Dabei habe ihn von Anfang an fasziniert, dass beim Schreiner neben Holz auch Materialien wie Glas, Naturstein, Stoff, Stahl und Leder verarbeitet werden und dadurch zeitlose Designs entstehen. Diese Kreativität habe ihn besonders angezogen.

Werner Schuster verweist auch auf die Veränderungen. Der Betrieb sei immer in Bewegung. „Der Firmengründer musste den Leim noch selbst herstellen und die Raubank ziehen“, erinnert er sich. Heute warte das Unternehmen auf mit Absauganlage, UV-Lackierstraße, Plattenaufteilanlage, modernster CNC-Technik, Visualisierung mit räumlicher 3-D-Planung und Ausstellungsräumen, in denen jährlich auch zwei- bis dreimal Kochvorführungen ablaufen. Werner Schuster: „Dennoch ist bei all dem Wandel für uns das Wesentliche erhalten geblieben, nämlich die Liebe zum Holz.“

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