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Ellgau

02.12.2019

Zweifarbige Lolli-Kekse versüßen in Ellgau den Advent

Ein Zahnstocher dient als Stängel. Ein Mörser sorgt für pfiffige Muster.
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Ein Zahnstocher dient als Stängel. Ein Mörser sorgt für pfiffige Muster.
Bild: Natascha Götz

Selbstgemacht im Advent: Für diese kunstvollen Plätzchen aus Ellgau braucht man keinen Ausstecher. Auch sind sie als Geschenk gut geeignet.

Daniela Götz ist passionierte Bäckerin, arbeitet in einem Backbetrieb im Lechtal und probiert in der Küche regelmäßig etwas Neues aus. Während in aller Regel Ausstecher in jeder Weihnachtsbäckerei gezückt werden, zeigt sie heute, wie aus einem simplen Rezept und mithilfe ein paar einfacher Tricks zweifarbige Plätzchen entstehen können - und das ganz ohne die sonst üblichen Förmchen zu benutzen.

Um zweifarbig backen zu können, hat sich die Hobbybäckerin für ein einfaches Mürbeteig-Rezept entschieden. Sie halbiert den Teig, gibt einen Esslöffel Backkakao zur einen Hälfte des Teigs und stellt die dunkle und die helle Variante für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Nach 30 Minuten ist der Teig bereit für die Arbeitsfläche, die Daniela bereits mit Mehl bestäubt hat.

„Das gibt später die Igelschnauze“

Zunächst wird sie Igelkekse backen: Aus dem hellen und dem dunklen Teig formt sie jeweils kleine Kugeln, legt sie auf ein Backblech mit Backpapier und formt die eine Seite der Kugel zu einer Spitze. „Das gibt später die Igelschnauze“, verrät sie. Während die Igel etwa zehn bis 15 Minuten bei 175 Grad Celsius Ober-/Unterhitze im Backofen backen, schmilzt sie die Kuvertüre. Den kugelrunden Bauch der fertig gebackenen Igel taucht Daniela ins Schokobad sobald die Ofenhitze verflogen ist.

Zweifarbige Lolli-Kekse versüßen in Ellgau den Advent

Anschließend bekommen die Igel ihr stacheliges Kleid. Dazu taucht Daniela nur den Igelbauch direkt nach dem Schokobad in die Kokosraspeln. Mit einem Zahnstocher trägt sie dann Schokolade in drei Pünktchen auf. „Das gibt Augen und Nase des Igels.“

Für ihre zweifarbigen Lolli-Kekse kann Daniela ebenfalls den Mürbeteig verwenden. Aus einer gerade mal haselnussgroßen Menge rollt sie zwei Teigwürste - eine aus dem hellen Teig und eine aus dem dunklen Teig – und verdreht sie zu einer Kordel. Dann rollt sie sie auf dem Backblech zu einer Schnecke zusammen. Ein Zahnstocher, der von unten in den Teig gepikst wird, dient als Stängel.

Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft

Während die Lolli-Kekse etwa 15 Minuten bei 175 Grad Celsius Ober-/Unterhitze im Backofen backen, mischt Daniela einen Zuckerguss aus Puderzucker und Zitronensaft an. Kommen die Lolli-Kekse aus dem Ofen, werden sie mit Zuckerguss bestrichen. „Die Lollis dürfen mit bunten Perlen und Streuzucker kunterbunt verziert werden“, erklärt Daniela. Für die Reste des Teiges wird der Mörser zweckentfremdet. Einfache Teigkugeln aus den Mürbeteig-Resten verziert dieser dann in Windeseile mit einem pfiffigen Muster. Die Hobbybäckerin ermuntert zum Ausprobieren: „Auch ein Glas, ein Schneebesen, ein Sieb oder andere Küchenutensilien können ein prima Muster auf Kekse zaubern.“ Für die Adventsbäckerei braucht es also nicht zwingend Ausstecher.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar von Maximilian Czysz: Plätzchen backen hat eine Botschaft

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