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Konzerte

22.10.2019

Zwischen Anspruch und Unterhaltung

Sechs hervorragende Stimmakrobaten: Cash-n-Go bei ihrem Auftritt in Nordendorf.
Bild: Monika Matzner

„Cash-n-Go“ wahren in Nordendorf die Balance zwischen beiden Polen. Im Frühjahr kommen die Well-Brüder

In die klangvolle Welt des a-cappella-Gesangs führte das jüngste Konzert im Nordendorfer Mehrgenerationenhaus. Die Augsburger Formation „Cash-n-Go“ präsentierte eine gesangliche Achterbahnfahrt. Die sechs Entertainer Christina Bianco, Thomas Haala, Wayne Wegener, Thomas Steingruber, Markus Schmoll und Julian Dempf zeigen sich zwischen den Songs frisch-frech-frotzelig und nahmen sich gerne gegenseitig auf den Arm.

Besonders „Jungspund“ Julian, der erst seit Kurzem in der Band ist, bekam sein Fett ab. Mit 23 Jahren ist er der Jüngste in der Drei-Generationen-Band. „So haben wir jetzt im Bandbus einen Römersitz eingebaut“ wurde gewitzelt. Die gute Laune schwappte ungebremst über die Bühnenkante, sodass bereits nach wenigen Minuten eine Verbindung zwischen Künstlern und Gästen hergestellt war. Hervorragend arrangierte Songs wie etwa „Bohemian Rhapsody“, jenes legendäre Rock-Epos der Gruppe Queen, oder „I see fire“ von Ed Sheeran (The Hobbit) sorgten in Nordendorf für Beifallsstürme. Lachen und Mitklatschen des Publikums war angesagt bei einem indischen Liebeslied im Bollywood-Style. Ein Höhepunkt war „Say something“ von Christina Aguilera, vorgetragen von Christina und Wayne im Duett. Zustimmendes Nicken bei vielen weiblichen Gästen entlockte das Stück „In jeder Frau steckt ein Stück Hefe“, wobei es äußerst humorvoll um das leidige Thema Leibesfülle ging.

Ihre Vielseitigkeit zeigten die Sänger noch einmal bei einem Eurovision-Song-Contest-Medley: Von ABBA über Dschingis Khan und Nicole bis zu finnischen Hardrockern mit „Halleluja“. Natürlich kam Cash-n-Go um Zugaben nicht herum.

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Ganz am Schluss ließen die Sänger die Mikrofone beiseite und sangen innig und berührend „Pfia di“ von Hubert von Goisern. Davor hatten sie eine urkomische, aber stimmlich perfekt sitzende Bee-Gees-Parodie – der schlaksige Tenor mit obligater weißer Schlaghose und Plateausohlen – auf die Bretter gelegt.

Zielsicher traf Cash-n-Go jeden Musikgeschmack – den sechs Musikern gelang mühelos die Balance zwischen Anspruch und bester Unterhaltung. Dieses Ansinnen wird auch der Kulturkreis bei den weiteren Events verfolgen, wie Vorsitzende Ingrid Schöniger betonte, „die Frühjahrs-Veranstaltung am 4. April 2020 mit den Wellbrüdern aus’m Biermoos ist bereits in trockenen Tüchern.“ Infos gibt es auf der neuen Homepage des Vereins unter www.kulturkreis-nordendorf.de. (moma)

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