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Welden/Holzwinkel

31.08.2018

Zwischen Welden und Ehgatten läuft‘s bald wieder rund

Die zweite Teerschicht auf der Straße von Welden nach Ehgatten ist gestern aufgetragen worden. Viel fehlt nicht mehr, bis die Verbindung wieder vollständig intakt ist. Unter anderem müssen noch die Markierungen gemacht werden – dafür aber muss aber das Wetter mitspielen. 

Die Sperrung zwischen Welden und Ehgatten wird bald aufgehoben. Ein Versprechen will das Bauamt um Schulanfang in jedem Fall halten.

So mancher wird in den nächsten Tagen immer wieder den Blick gen Himmel richten. Denn nun hängt alles vom Wetter ab. Nachdem gestern auf der Staatsstraße 2032 die zweite Schicht geteert wurde, geht es am heutigen Freitag ins Finale. „Insgesamt werden drei Schichten aufgetragen“, sagt Olga Hulm, die Projektleiterin vom Staatlichen Bauamt in Augsburg. Zudem stehen noch unter anderem Markierungsarbeiten an. Und diese Arbeiten sind alle witterungsabhängig. Eine Sache aber kann Hulm versprechen: „Die Schulbusse werden nach den Sommerferien fahren können.“

Auch der AVV ist optimistisch. Die Regionalbuslinien 501, 521 und 592N sollen ab Freitag, 14. September alle wieder planmäßig fahren können, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Sollten die Bauarbeiten zügig abgeschlossen werden können, wird die Sperrung jedoch bereits am 11. September aufgehoben. Deshalb werden bis Sonntag, 9. September, die Fahrplanaushänge für den Normalfahrplan ausgetauscht.

Eine der wichtigsten Strecken im Holzwinkel

Aufatmen werden dann viele Bürger. Schließlich ist die Verbindung zwischen Welden und Ehgatten eine der wichtigsten Strecken im Holzwinkel. Schon seit Mai war diese Achse dicht. Wer mit dem Auto nach Welden kommen wollte, musste weiträumige Umfahrungen über Heretsried oder Zusmarshausen in Kauf nehmen. Die Sperrung gehört dann zu dem mit Abstand größten Straßenbauprojekten im Landkreis. Rund 20 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben und hat an vielen Stellen für Verärgerung gesorgt.

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Betroffen vom fehlenden Durchgangsverkehr waren zahlreiche Geschäftsleute. Dies wusste auch Andreas Däubler schon im Vorfeld. Der Vorsitzende des Gewerbevereins Attraktives Welden hatte sich dafür eingesetzt, dass die Sperrung nur vier Monate dauert, und nicht wie ursprünglich geplant ein ganzes Jahr. Dennoch mussten die Gewerbetreibenden einige Einbußen hinnehmen. So wartete beispielsweise Ayman Abouzeed in seinem Hähnchenstand am Edeka-Parkplatz immer wieder vergeblich auf seine Kunden.

Der Umsatz ging zurück

Auch Alexandra Eser hat vor allem ihre Stammkunden aus Horgau und Streitheim vermisst. Vor dem Schuhgeschäft verläuft die Bahnhofstraße, eine der Hauptstraßen durch Welden, die seit Mai abgeschnitten ist. Sie hat versucht, ihren Kunden den Umweg zu ihrem Geschäft mit einem Fünf-Euro-Rabatt schmackhaft zu machen. Sogar Kündigungen der Mitgliedschaft musste Andreas Dienstbier in seinem Fitnessstudio entgegennehmen. Der Umsatz ging zurück.

Doch auch die Bauarbeiter hatten immer wieder mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Viele Autofahrer ignorierten die Sperrung und selbst die mehrsprachigen Warnungen „Keine Wendemöglichkeit“ wurden nicht beachtet. Einiges an Mehrarbeit hatte auch die Polizei. Immer wieder wurden entlang der Baustelle Baucontainer aufgebrochen, Werkzeuge entwendet oder Diesel abgezapft. Grund für die Sperrung ist der Bau der Umgehungsstraße, die die Ortsdurchfahrten von Adelsried und Kruichen vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Gleichzeitig müssen auch die baulichen Schwachstellen der Strecke ausgebessert werden. Ende 2020 soll die gesamte Umgehung fertig sein und den Holzwinkel dann besser anbinden. (mit mahei)

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