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Altenmünster: So wird Wasser im Wald gespeichert

Altenmünster

Klimawandel: Wie das Wasser in Altenmünster im Wald gespeichert werden kann

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    Blick auf eine Mulde - auch Himmelteich genannt - in der im Wald Regenwasser gestaut wird.
    Blick auf eine Mulde - auch Himmelteich genannt - in der im Wald Regenwasser gestaut wird. Foto: Claus Ritzi

    Um Wasser im Waldboden zu speichern, und so der Natur zu helfen, kann man einiges tun. Wie mit gezielten Maßnahmen der Wasserrückhalt gefördert wird, erläuterten Dieter Erhard und Rainer Droste vom Forstbetrieb Zusmarshausen bei einer Exkursion im Staatswaldrevier Altenmünster. Gleich zu Beginn wies Dieter Erhard darauf hin, dass der Waldanteil des Holzwinkels sehr hoch sei und die Gemeinden damit ein hohes Pfund besitzen, was den Wasserrückhalt durch den Wald angeht. Woran das liegt.

    Um Regenwasser aufzunehmen ist der Wald von Natur aus gut aufgestellt: Gesunde Waldböden können bis zu 200 Liter pro Quadratmeter binden. Darüber hinaus wird in einem gestuften und vielschichtigen Wald in der Blatt- und Nadelmasse eine Unmenge an Wassermengen zurückgehalten. Fachleute sprechen hier von Interzeption. Diese natürlichen Mechanismen ermöglichen so dem Wald, seine vielseitigen Funktionen für sich und die Umwelt aufrechtzuerhalten.

    Wasseraufnahme: Welchen Vorteil der Wald bietet

    Bei der Exkursion durch die Waldgebiete zeigten die beiden Experten Dieter Erhard und Rainer Droste wie man beispielsweise mit dem Anlegen kleiner Mulden – auch „Himmelsteiche“ genannt – die Pufferfunktion des Waldes steigert. Gut sind Lehmböden, da hier das Regenwasser länger stehen bleibt und dadurch leichter Biotope entstehen.

    Darüber hinaus können in Seitentälern sogenannte Retentionsflächen angelegt werden, die einen schnellen Abfluss verhindern. Auch sollte man bei der Entwässerung der Waldwege dafür sorgen, dass Regenwasser nicht durch Durchlässe und Gräben abgeleitet wird, sondern in den Waldflächen verbleibt. Dazu werden sogenannte Abschläge angelegt, um das ablaufende Wasser in Retentionsmulden beziehungsweise Himmelteichen einzuleiten und zu puffern.

    Altenmünster: Unterschiedliche Baumarten helfen dem Wald

    Dass in Folge des Klimawandels bei Trockenperioden von sechs bis acht Wochen insbesondere die beliebte Fichte leidet und absterben kann, ist mittlerweile allgemein bekannt. Dieter Erhard wies darauf hin, dass man gerne von „unserer Fichte“ spreche, als ob ein Wald in Deutschland ohne diese Baumart nicht vorstellbar ist. In Wahrheit jedoch wurde die Fichte, die ursprünglich nur im Gebirge und im Bayerischen Wald ihr Zuhause hatte, erst vor rund 200 Jahren in unserer Region gepflanzt – „vorher waren es Laub- und Mischwälder, ohne die Fichte.“

    Der Experte betonte in diesem Zusammenhang, dass möglichst unterschiedliche Baumarten und eine vielfältige Struktur die Voraussetzung für das Überleben des Waldes seien. Nur so kann das Niederschlagwasser optimal im Ökosystem Wald gehalten werden. Vielfalt bedeutet, dass in diesem gesunden Wald über 50 einheimische Baum- und Straucharten wieder Einzug gehalten haben.

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