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Beim Jugendworkshoptag dürfen Kinder und Jugendliche ihre Wünsche zur Juze-Gestaltung äußern.

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Kinder und Jugendliche wünschen sich Sport und Musik im neuen Meitinger Jugendzentrum

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    Max Kruchten (rechts) und Florian Ludl (links) haben jede Menge Kreativität in die Organisation des Jugendworkshops gesteckt. Die Mitmachangebote bescheren ihnen nun viele Informationen darüber, was sich die Kinder und Jugendlichen wünschen.
    Max Kruchten (rechts) und Florian Ludl (links) haben jede Menge Kreativität in die Organisation des Jugendworkshops gesteckt. Die Mitmachangebote bescheren ihnen nun viele Informationen darüber, was sich die Kinder und Jugendlichen wünschen. Foto: Stefanie Brand

    Die neunjährige Julia steht mit ihrer Mutter, Daniela Lauchner, vor einer Stellwand, die den Grundriss des neuen Meitinger Jugendzentrums aufzeigt, und drapiert Sofas, Sitzsäcke und Schreibtische in den Räumlichkeiten. Sie will es gemütlich haben in dem Juze, das sie später einmal besuchen möchte.

    Wann es fertig sein wird, steht bislang nicht fest. Aber was es zu bieten haben sollte – das dokumentierten die Kinder und Jugendlichen am vergangenen Freitagnachmittag auf Postern, Plakaten und Stellwänden in der Dr.-Max-Josef-Metzger-Halle. Denn dort fand der Jugendworkshoptag statt, zu dem Max Kruchten und Florian Ludl vom Jugendzentrum Meitingen alle Neun- bis 17-Jährigen aus Meitingen schriftlich eingeladen hatten.

    Das Juze zieht in die ehemalige Hausmeisterwohnung

    Auf dem Boden der Halle hat das Duo vom Jugendzentrum den Grundriss der ehemaligen Hausmeisterwohnung aufgeklebt, in die künftig das Jugendzentrum einziehen soll. An Küche, Büro und Sanitäranlagen gibt es planerisch nichts zu rütteln. Jedoch haben Max Kruchten und Florian Ludl die Kinder und Jugendlichen darum gebeten, zu verraten, wie sie sich die Gestaltung der Räumlichkeiten wünschen.

    Noah platzierte seinen Wunsch-Punkt beim VR-Raum und beim Musikzimmer. Während der 12-Jährige einen VR-Raum „einfach cool“ findet, hat er für das Musikzimmer – in dem er Techno spielen würde – ganz genaue Vorstellungen zur Einrichtung: Ein Mischpult sollte im Zimmer stehen.

    Der 12-jährige Noah wünscht sich einen VR-Raum und einen Musikraum mit Mischpult im neuen Jugendzentrum.
    Der 12-jährige Noah wünscht sich einen VR-Raum und einen Musikraum mit Mischpult im neuen Jugendzentrum. Foto: Stefanie Brand

    Auffällig ist an dieser und an einer weiteren Stellwand zur Raumnutzung aber auch, was selbst die beiden Verantwortlichen überrascht feststellen: Die Kinder und Jugendlichen wünschen sich einen Raum, in dem sie Sport treiben können. Und sie wünschen sich einen Raum, in dem sie in Ruhe Hausaufgaben oder gemeinsam Spiele machen können, wie etwa Pen-and-Paper-Strategiespiele, die viele aus der US-amerikanischen Serie „Stranger Things“ kennen.

    Kinder und Jugendliche lernen: Es geht nicht alles auf einmal

    Florian Ludl schätzt – zur Halbzeit des Jugendworkshoptags – dass es einen Sportraum und einen Chill-Raum geben könnte und weiß auch um die Herausforderungen, die diese Wünsche beinhalten: Ein Training ist nämlich nur ohne Gewichte möglich. Im Chill-Raum könnten unter anderem erst Hausaufgaben erledigt werden, bevor der Raum für gemeinsame Strategiespiele genutzt wird. Das Gaming-Zimmer würde dann vielleicht erst zeitversetzt öffnen. Und Max Kruchten tüftelt bereits, inwiefern der Außenbereich vor dem neuen Juze mitgenutzt werden könnte.

    Daniela Lauchner, die mit ihrer Tochter Julia jede Station des Jugendworkshops absolviert hat, lobt die Ideen, die das Juze-Team hier eingebracht hat. Während ihre Tochter sich um die Einrichtung kümmert, erklärt die Mutter, dass ihr 7000 Euro an Budget für die frei wählbare Einrichtung zur Verfügung stehen und Florian Ludl ergänzt: „Die Kinder und Jugendlichen merken so, dass nicht alles auf einmal geht.“

    Die neunjährige Julia platziert Sitzsäcke, Sofas und Tische auf der Grundriss-Skizze des neuen Jugendzentrums. Mama Daniela Lauchner erinnert sie daran, dass sie das Einrichtungsbudget von 7.000 Euro nicht überschreiten darf.
    Die neunjährige Julia platziert Sitzsäcke, Sofas und Tische auf der Grundriss-Skizze des neuen Jugendzentrums. Mama Daniela Lauchner erinnert sie daran, dass sie das Einrichtungsbudget von 7.000 Euro nicht überschreiten darf. Foto: Stefanie Brand

    An einer weiteren Wand durften die Kinder und Jugendlichen kreativ werden und ein Juze-Logo designen. Zudem sollten sie sich wünschen, was es im Juze an Essen und Getränken geben soll. Neben Pizza, Pommes und Burger wurden dort beispielsweise auch der Wunsch nach Obst niedergeschrieben, was insbesondere Meitingens Bürgermeister Michael Higl überraschte.

    Wo gehen Jugendliche in Meitingen heute hin?

    Er selbst nutzte die Veranstaltung, um eine Idee von der Wahrnehmung der Kinder und Jugendlichen im Ort zu bekommen, die der Rathauschef als „unheimlich vernünftig“ beschrieb. Eben dort, wo Ideen zu den gewünschten Angeboten im Juze niedergeschrieben werden konnten, wurden Ausflüge genannt. Higls Fazit: „Die Jugendlichen wollen also etwas gemeinsam unternehmen.“ Dass das Freibad als Angebot wahrgenommen werde, freute Meitingens Bürgermeister. Doch auch Ausflüge mit tierischem Hintergrund – auf den Reiterhof oder ins Tierheim – wurden (neben Urlaubswünschen nach Paris und Kroatien) genannt.

    Zwei Karten des Kernorts, in denen die Kinder und Jugendlichen pinnen sollten, was ihnen wo gefällt und was nicht, brachten ebenfalls spannende Erkenntnisse zu Tage. Denn der Park, der regelmäßig um sein gefühlt schlechtes Image kämpft, wurde als schöner Ort deklariert. Max Kruchten und Florian Ludl nutzen diese und weitere Hinweise auch, um herauszufinden, wo ihre Zielgruppe im Ort anzutreffen ist.

    Im Untergeschoss der Dr.-Max-Josef-Metzger-Halle befindet sich die ehemalige Hausmeisterwohnung, die nun zur neuen Bleibe des Jugendzentrums werden soll. Die 120 Quadratmeter große Wohnung befindet sich im hinteren Teil des Gebäudes.
    Im Untergeschoss der Dr.-Max-Josef-Metzger-Halle befindet sich die ehemalige Hausmeisterwohnung, die nun zur neuen Bleibe des Jugendzentrums werden soll. Die 120 Quadratmeter große Wohnung befindet sich im hinteren Teil des Gebäudes. Foto: Stefanie Brand

    Dass einige der Kinder und Jugendlichen schon beinahe fest zum Juze-Team gehören, zeigte auch ein Blick auf den Jugendworkshop, der erstmals in dieser Form stattgefunden hat: Etwa 15 bis 20 Personen aus dem Juze-Kernteam waren vor Ort, um Getränke und Popcorn auszugeben. Gegen 16.30 Uhr waren bereits 170 Kinder und Jugendliche vor Ort gewesen, um beim Jugendworkshop vorbeizuschauen. Regelmäßig besuchen etwa 30 bis 60 Personen das Juze.

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