Bei der Stadtberger Ortsgruppe des Bund Naturschutz waren im vergangenen Jahr drei engagierte Vorstandsmitglieder verstorben: Schriftführer Paul Reisbacher, Kassierer Raimund Strauch und Beirat Rolf Dittrich. Um so größer war die Freude auf der jüngsten Jahreshauptversammlung, dass sich nicht weniger als fünf Frauen bereit erklärten, künftig im Vorstand mitzuarbeiten. Darunter sind Renate Reisbacher, die als Kassiererin fungieren wird, sowie Roswitha Kapfer, Barbara Rajkay und Katharina Steib als Beisitzerinnen. Mit Friederike Grass wurde eine Mitarbeiterin bei der Kinder- und Jugendarbeit gefunden. Stadtrat Thomas Miehler übernimmt zu seinem Amt als stellvertretender Vorsitzender die Aufgabe als Schriftführer.
Punktesystem geändert
Hohe Aufmerksamkeit fanden die Ausführungen von Vorsitzendem Ludwig Fink über den Neubau am Uniklinikum Augsburg. „Dort soll der in Jahrzehnten gewachsene Klinikpark mit seinen rund 1300 Bäumen, einer wunderbaren Flora und Fauna, mit seinen harmonischen Hügeln und Senken, mit seinem besonders beliebten Teich, geradezu herzlos abgeholzt und eingeebnet werden“, sagte er und erläuterte, dass für eine Bebauung von Anfang an zwei Baufelder zur Verfügung standen, eines im Westen, das andere im Osten hin zur Neusässer Straße. Dieses östliche Baufeld sei ursprünglich besser in Punkten bewertet worden als das westliche. „Erst durch eine nachträgliche Änderung des Punktesystems hat man erreicht, dass auf einmal der Westen vor dem Osten lag und damit auch das von der bayerischen Staatsregierung als Bauherrn gewünschte Ergebnis vorlag. Ein Schelm, der Böses dabei denkt“, meint Fink. „So sehr, wie wir den Neubau des Uniklinikums begrüßen, so lehnen wir die Westlösung mit dem Ende des Klinikparks ab.“
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