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Die Zukunft der Gersthofer Kirchweih nach dem angekündigten Ausstieg von Gastronom „Bob“ Meitinger

Gersthofen

„Bob“ kündigt Rückzug von der Gersthofer Kirchweih an: Wie geht es danach weiter?

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    Noch einmal werden Bob Meitinger (links mit Hut) und Bernhard Happacher so wie 2025 im Oktober die Gersthofer Kirchweih gemeinsam eröffnen. Danach werden die Karten für das Fest neu gemischt.
    Noch einmal werden Bob Meitinger (links mit Hut) und Bernhard Happacher so wie 2025 im Oktober die Gersthofer Kirchweih gemeinsam eröffnen. Danach werden die Karten für das Fest neu gemischt. Foto: Marcus Merk (Archivfoto)

    Stefan „Bob“ Meitinger und Bernhard Happacher haben einen Dreijahresvertrag für die Gersthofer Kirchweih unterschrieben. Heuer vom 9. bis 19. Oktober gehen sie in die dritte und letzte Runde als gemeinsame Veranstalter von Programm und Gastronomie im Zelt. „Bob“ hat angekündigt, dass für ihn als Festwirt nach diesem Jahr Schluss sein wird. Was heißt das für seinen Geschäftspartner Happacher? Und was heißt das für die Zukunft der Kirchweih in Gersthofen?

    Bob Meitinger betreibt mit Happacher die HaBo GbR und damit auch Habo´s Festschänke auf der Gersthofer Kirchweih. Kollege Meitinger steige aus der GbR aus, erklärt Happacher. Die Gesellschaft werde es aber weiterhin unter diesem Namen geben. Die Festwirte stecken bereits mitten in den Vorbereitungen des letzten gemeinsamen Festes in der Heimatstadt Happachers. Ein Großteil des Programms steht fest. Vor allem an den Abenden sollen Bands Stimmung ins Zelt bringen. Mit von der Partie sind Frontal, Shout, Xcited, Trachtenkapelle Alpengruß, Blechblosn, Leck O‘mio oder die Wonderdocs. Auch eine italienische Nacht mit Domenico Salerno, die letztes Jahr gut angekommen ist, wird es geben.

    Happacher sagt, dass der Zeitpunkt der Kirchweih im Herbst für Veranstalter etwas schwierig sei. Nach einer Reihe von Volksfesten, vor allem nach dem Plärrer und dem Oktoberfest, seien die Menschen „gesättigt“. Da habe es beispielsweise das Gögginger Frühlingsfest wesentlich einfacher. „Das erste große Fest im Jahr läuft einfach gut.“

    Eine belebte Kirchweih ist auch für die Schausteller wichtig

    Die Stadt bzw. der Stadtrat müssen sich nach Ansicht von Happacher Gedanken machen, was ihnen die Traditionskirchweih in Gersthofen künftig wert sei und wie sie das Fest mit „ankurbeln“ könnten. Konkret heißt das für Happacher: Die Stadt müsse das Programm finanziell unterstützen und „dafür ein paar Euro locker machen“. Sonst werde das Fest auf Dauer nicht funktionieren, ist sich der Gersthofer sicher. Es sei die Quadratur des Kreises: Werde an der Ausstattung oder an dem Unterhaltungsprogramm gespart, kämen weniger Leute ins Zelt. Auch die Schausteller mit ihren Buden auf dem Platz seien nur dann zu gewinnen, wenn im Zelt genügend los sei und die Kirchweih insgesamt belebt ist.

    Kirchweih Gersthofen startet auf neuem Festplatz

    Eröffnung Kirchweih Gersthofen /
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    So lief die Eröffnung der Gersthofer Kirchweih in Bildern.

    An den Wochenenden und am Abend der Vereine am Dienstag ist es laut Happacher nicht schwierig, das Zelt voll zu bekommen. Problematischer sei es unter der Woche am Mittwoch und Donnerstag. Der Festwirt lässt in die Zahlen nach zweimal Kassensturz schauen. Bei der Kirchweih hätten er und Meitinger in den vergangenen beiden Jahren keinen Gewinn gemacht. Nur über die Einnahmen aus den Zusatzveranstaltungen mit dem Konzert von Spider Murphy Gang und Vanessa Mai seien die beiden Festwirte unterm Strich „mit einer schwarzen Null“ herausgegangen. Er hoffe, dass dies auch heuer finanziell so ausgehen werde, sagt Happacher. Doch die Kosten für Personal, Bands, Zelt, Licht und Technik seien hoch.

    Happacher schließt eine neue Bewerbung als Festwirt nicht aus

    Nach Überzeugung von Happacher ist es letztlich eine politische Entscheidung des neuen Stadtrats, wie es mit der Gersthofer Kirchweih langfristig weitergehen wird. Auch für die Kulturina habe die Stadt Geld zugeschossen. Festwirt Happacher schätzt, dass er für eine Kirchweih rund 400 bis 450 Stunden im Einsatz ist. „Ich habe Spaß daran, wirklich,“ sagt er. Sonst könne er diesen Job ohnehin nicht machen. Der Gersthofer schließt nicht aus, dass er sich bei der neuen Ausschreibung der Stadt für die Vergabe der Kirchweih wieder bewerben wird. „Ich sage nicht kategorisch Nein.“ Aber wenn, dann mache er es nicht alleine, sondern nur mit Partnern aus der Familie oder dem Bekanntenkreis. Entscheidend für ihn seien die Konditionen der Stadt. Wenn diese nicht passen würden, „dann hatten wir drei schöne Jahre“.

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