Es ist eines der großen Projekte für die Zukunft Gersthofens: ein neues Wohngebiet im Norden der Stadt. Die Planungen dafür laufen seit einiger Zeit und die Bürger werden bei der Ausgestaltung ins Boot genommen. In Nachbarschaft zur Stifter-Siedlung soll neben der B2 das neue Baugebiet entstehen. Dafür hat die Stadt vor einigen Jahren große Flächen von der Firma Clariant erworben. Bei einer zweiten öffentlichen Informationsveranstaltung hat die Stadt die verschiedenen Varianten zur Bebauung vorgestellt.
Das Interesse der Gersthofer an dem Vorhaben ist groß, vor allem natürlich aus der umliegenden Nachbarschaft. Als im Herbst die Pläne erstmals präsentiert wurden, war das Vereinsheim in der Stifter-Siedlung gesteckt voll. Rund 60 Teilnehmende kamen nun zur zweiten Runde in den großen Sitzungssaal im Rathaus, um sich die neuen Entwicklungen anzuhören und mit Bürgermeister Michael Wörle und den Planern zu diskutieren.
Die Planungsbüros stellen drei Varianten zur Bebauung vor
Die von der Stadt beauftragten Planungsbüros stellten drei Varianten mit den Überschriften „weiter siedeln“, „neu siedeln“ und „zusammen siedeln“ im Plenum vor, um diese an mehreren Tischen mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutieren zu können. Auch die Mobilität war ein großes Thema an dem Abend. Generell konnten die Teilnehmenden ihre Anmerkungen, Ideen und Vorstellungen zu jeder Variante einbringen. Unter anderem wurde über die Gebäudehöhen und Dichte der Bebauung, die Lage der öffentlichen Plätze und auch die Verkehrsanbindung gesprochen. Die Dokumentation der Varianten wird in den nächsten Wochen auf die Website der Stadt Gersthofen gestellt.

Die Stadt fasst die Bebauung unter der Überschrift „Zukunft Nord“ (Bereich nördlich der Stiftersiedlung) ins Auge. Als ersten Schritt erarbeiten die Büros MESS (Stadtplanung) und Durth Roos Consulting (Verkehrsplanung) einen städtebaulichen Entwurf. Darin wird festgelegt, wie das neue Quartier erschlossen (zu Fuß, für Rad, Auto und Bus) und, wie und was gebaut wird. Auch Themen wie zum Beispiel Parks und Spielplätze, Klimaanpassung oder Energieversorgung fließen ein. Die Stadt betont, dass die Wünsche und Ideen der Bürger im ganzen Prozess eine wichtige Rolle spielen sollen.
Bereits bei vergangenen Versammlungen des Vereins Adalbert-Stifter-Siedlung hatten die Mitglieder Bürgermeister Michael Wörle gebeten, dass sie über die Entwicklungen in diesem Bereich regelmäßig informiert und auch eingebunden werden. Grob gesagt ist den Siedlern wichtig, dass durch das Neubaugebiet kein Durchgangsverkehr entsteht, die Parkplatz- und Lärmsituation berücksichtigt wird und viele Grünflächen erhalten bleiben.
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