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Gersthofen profitiert von der Sportmilliarde: Eine Million Euro für Sanierung des Hallenbads

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Bundestag macht eine Million Euro für das Hallenbad in Gersthofen locker

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    Hallenbad Gersthofen
    Hallenbad Gersthofen Foto: Marcus Merk

    Der Bundestag hat beschlossen, eine Million Euro nach Gersthofen zu schicken. Das Geld soll in die Sanierung des Hallenbads fließen. Dabei ist noch unklar, wie diese Sanierung konkret aussehen soll.

    Sanierung des bestehenden Hallenbads oder doch ein Neubau?

    Im Dezember hatte sich der Stadtrat für einen Förderantrag entschieden. Gleichzeitig gibt es aber auch Planungen für einen möglichen Neubau eines Hallenbads. Beschlossen ist das nicht. Die Stadt habe sich „bewusst beide Optionen offengehalten“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Stadt Gersthofen. Die zugesagte Million vom Bund könnte allerdings einen wesentlichen Beitrag zur Sanierung des bestehenden Bads leisten. Zuletzt war von etwa sechs Millionen Euro die Rede, die das kosten dürfte. „Dennoch ist der Erhalt des Förderbescheids kein Startschuss ohne Vorbehalte, sondern vielmehr der Beginn einer intensiven Bewertungsphase“, teilt die Stadt Gersthofen mit.

    Das Hallenbad in Gersthofen ist beliebt.
    Das Hallenbad in Gersthofen ist beliebt. Foto: Marcus Merk

    In den kommenden Wochen soll nun geklärt werden, welche Auflagen mit der Zusage verbunden sind. In der Regel gibt es Fördergelder nur für bestimmte Zwecke. Noch ist also unklar, ob das Geld überhaupt in Gersthofen ankommt und wofür es dann konkret ausgegeben wird. Werkleiter Andreas Remmele meint: „Wir freuen uns sehr über die positive Nachricht und die damit verbundene Wertschätzung unseres Hallenbads. Dennoch müssen wir die Förderzusage nun erst einmal im Detail bewerten.“ Es gilt zu klären, inwieweit das noch im Dezember vorgestellte Bädergrobkonzept mit der Förderzusage kompatibel ist. Remmele: „Das kann erst geklärt werden, wenn der Förderbescheid da ist.“

    Das steckt hinter der sogenannten „Sportmilliarde“

    Das Geld stammt aus dem Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten, landläufig auch „Sportmilliarde“ genannt. In der ersten Tranche stehen 333 Millionen Euro aus Bundesmitteln zur Verfügung. Eine Million davon soll nun also nach Gersthofen fließen. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestags beschlossen. CSU-Bundestagsabgeordneter Hansjörg Durz freut sich: „Dass sich das Projekt aus Gersthofen in einem massiv überzeichneten Bundesprogramm durchsetzt, ist ein großer Erfolg für unsere Region.“ Gerade Hallenbäder seien zentral für Schwimmunterricht, Vereinsleben und den Breitensport.

    Ähnlich äußert sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Heubach. Intakte Sportstätten seien „ein zentraler Ort für Bewegung, Begegnung und gesellschaftliches Miteinander“. Insgesamt gingen 3.684 Interessenbekundungen ein. Nur wenige dieser Projekte werden nun tatsächlich gefördert. Neben dem Hallenbad in Gersthofen zählen dazu Projekte in Babenhausen, Lindau und Lauingen. Das bedeutet auch: Viele Kommunen gehen leer aus. Dazu zählt auch die Stadt Augsburg, teilt die Augsburger Bundestagsabgeordnete Claudia Roth (Grüne) mit.

    Claudia Roth: „Wissen nicht, nach welchen Kriterien die Förderung vergeben wurde“

    Sie kritisiert: „Wir wissen nicht, nach welchen Kriterien die Förderung vergeben wurde und ob an dieser Stelle nach den realistischen Bedarfen entschieden wurde.“ Es dürfe nicht sein, dass öffentliches Geld nicht dorthin fließt, wo die größten Bedarfe sind. So entsteht der Eindruck, dass nach Proporz entschieden wurde und nicht nach objektiven Kriterien.

    In Gersthofen überwiegt unterdessen die Freude über den Geldsegen aus Berlin. Die Frage, wofür das Geld konkret ausgegeben werden kann, muss nun der neugewählte Stadtrat klären. Ganz vom Tisch ist allerdings auch ein möglicher Neubau nicht. „Der Stadtrat wird nun alle Optionen abwägen“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Gersthofen.

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