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Haushalt 2026 in Dinkelscherben: Schulden steigen

Dinkelscherben

Rücklagen schrumpfen, Schulden steigen: Das ist der Haushalt 2026 in Dinkelscherben

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    Der Gemeinderat Dinkelscherben hat den Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet.
    Der Gemeinderat Dinkelscherben hat den Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. Foto: Marcus Merk (Symbolbild)

    „Der Handlungsspielraum wird immer kleiner. So kann es nicht mehr lange weitergehen“, resümierte Dinkelscherbens Bürgermeister Edgar Kalb bei der Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2026. Insgesamt liegt das Volumen bei knapp 26 Millionen Euro. Die Rücklagen schrumpfen, während die Schulden steigen. Die Prognosen bis 2029 sind noch düsterer. Besonders ein Punkt sorgt für Ärger im Gemeinderat.

    Kämmerin Anja Zott führte durch die Finanzlage der Marktgemeinde. „Die Einnahmen stagnieren, sind teilweise sogar rückläufig, dagegen steigen die Ausgaben stark an.“ Ein großer Posten ist die gestiegene Kreisumlage. Insgesamt 4,6 Millionen Euro und damit rund 600.000 Euro mehr als im Vorjahr muss Dinkelscherben an den Landkreis Augsburg zahlen. Dieser Umstand löste eine Diskussion aus.

    Haushalt 2026: Dinkelscherben beklagt Kreisumlage

    Durch die Erhöhung der Kreisumlage sinke der Gestaltungsspielraum. Edgar Kalb echauffierte sich nicht zum ersten Mal über diese Erhöhung. „Die Summe ist in etwa so hoch wie das Defizit, das das Panoramabad jährlich hat. Wir müssen uns ernsthaft überlegen, ob wir uns Freizeitanlagen künftig noch leisten können.“ Kalb beklagte auch die Vielzahl an Pflichtaufgaben, die für die Kommunen dazugekommen sind. „Es wird immer schwieriger, einen ausgeglichenen Haushalt hinzubekommen. Wir brauchen Entlastung.“ Arthur Guggemoos (UW14) sprach im Zuge der gestiegenen Kreisumlage gar von einem „Skandal“.

    Unter dem Strich kann die Gemeinde rund eine Million Euro dem Vermögenshaushalt zuführen, etwa 600.000 Euro weniger als 2025. Neben der Kreisumlage fällt die geplante Kindertagesstätte mit rund drei Millionen Euro ins Gewicht. Im Vermögenshaushalt betragen die Ausgaben rund sieben Millionen Euro, wobei der Großteil mit etwas mehr als vier Millionen Euro in Baumaßnahmen fließt. Dadurch steigen die Schulden zum Ende des Jahres auf 6,7 Millionen Euro, was 1,3 Millionen Euro mehr sind als bisher. Indes schrumpfen die Rücklagen von 3,5 auf 1,6 Millionen Euro.

    Gemeinderat: Dafür gibt Dinkelscherben sein Geld aus

    In den kommenden Jahren zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab. „Es stehen wichtige Investitionen an, aber die Finanzlage bleibt angespannt“, bilanzierte Anja Zott. Bis 2029 müsse die Gemeinde fast sechs Millionen Euro an zusätzlichen Krediten aufnehmen. Die Verschuldung der Gemeinde würde auf acht Millionen Euro steigen, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1194 Euro entspricht. Zum Ende des Jahres 2026 liegt diese bei 998 Euro. Die Rücklagen wären dann mit 900.000 Euro fast aufgebraucht.

    Das liegt auch daran, dass in den kommenden Jahren größere Investitionen anstehen. Die geplante neue Kindertagesstätte kostet 4,2 Millionen Euro. In die Wasserversorgung möchte die Gemeinde rund 3,9 Millionen stecken. Hinzu kommen das Neubaugebiet in Ettelried, das neue Feuerwehrhaus in Breitenbronn sowie Investitionen in die Infrastruktur.

    Ulrich Fahrner (CSU) sprach dennoch von einem soliden Haushalt: „Es gibt keinen Grund zur Panik, der Haushalt ist solide. Aber die kommenden Jahre werden schwierig. Wir müssen genau und vor allem gut planen, damit es bei den Projekten keine bösen Überraschungen gibt.“ Ähnlich sieht das auch Joachim Schimming (Grüne): „Wir haben eine funktionierende Kommune, aber aufgrund der Umstände müssen wir künftig noch kreativer werden, um Lösungen zu finden.“ Am Ende beschloss das Gremium einstimmig den Haushalt sowie den Finanz- und Stellenplan.

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