Nicht nur rund um Gessertshausen gibt es viele Flächen, die für Agri-PV infrage kommen könnten.Foto: Marcus Merk
Schon vor ihrem Amtsantritt eilte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ihr Ruf voraus: Der Konzern Westenergie, den sie bis 2025 leitete, betreibt 38.000 Kilometer an Erdgasleitungen, und sie werde sich deshalb für fossile statt erneuerbare Energien einsetzen, prognostizierten Kritiker.
Im Landkreis Augsburg gibt es genügend passende Flächen
Reischenau oder Wittelsbacher Land bieten einige Acker- und Weideflächen, die man für Solaranlagen prüfen könnte. Der nahe Ballungsraum Augsburg verspricht zudem ein gutes Stromnetz und Abnehmer in der Industrie. Und indem man Flächen doppelt nutzt – sowohl für die Landwirtschaft als auch zur Energiegewinnung – lässt man Natur und Mensch zudem mehr Platz.
Immerhin ist genau das oft ein Kritikpunkt am Ausbau erneuerbarer Energien – sei es, wenn Windkraftgegner polemisch vor einer „Verspargelung der Landschaft“ warnen oder gegen den Flächenverbrauch von Photovoltaikanlagen gewettert wird. Agri-PV-Anlagen würden hingegen das Landschaftsbild der Region Augsburg kaum verändern, aber dafür für mehr Energie sorgen. Dass viele Sonnenstrahlen hier und anderswo in Deutschland nun aber wohl ungenutzt bleiben, ist eine fragwürdige Verschwendung.
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