Der Secondhand-Trend beim Kauf von Kleidung hat großes Potenzial. Die Studie "Fashion 2030" erwartete im Januar 2021 einen Marktanteil von bis zu 20 Prozent im Modesegment in den kommenden zehn Jahren. Kein Wunder, dass große Online-Plattformen wie Amazon, Ebay oder Vinted die Nische längst für sich entdeckt haben. Was Anfang 2021 noch nicht abzusehen war, ist der Ukrainekrieg mit seinen weitreichenden Folgen für den deutschen Verbraucher. Von höheren Preisen in nahezu allen Bereichen ist jeder und jede einzelne betroffen. Wo kann also noch gespart werden? Bei der Kleidung zum Beispiel.
Regionale Angebote kämpfen mit Problemen
Secondhand-Modegeschäfte im Augsburger Land erleben ein nie dagewesenes Interesse, und sowohl die Käufer als auchdie meist karitativen Betreiber profitieren. Doch die ehrenamtlichen Verkäuferinnen berichten von personellen Engpässen. Bei der Kleiderkammer Meitingen mussten deswegen jüngst die Öffnungszeiten eingeschränkt werden. Und es zeichnet sich ein weiteres Problem ab: Einige Secondhand-Läden platzen jetzt schon aus allen Nähten. Geeignete Räumlichkeiten sind schwer zu finden. Platzmangel und Personalengpass macht dem wertvollen Angebot für viele Bedürftige hoffentlich keinen Strich durch die Rechnung. Sonst wandern die Kunden zu den Online-Plattformen ab und kleine, regionale Angebote drohen auszusterben.