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Landkreis Augsburg
04.01.2022

Im Kreis Augsburg gibt es viel weniger Abiturienten als noch vor zehn Jahren

Im Landkreis Augsburg machen deutschlandweit so wenige junge Leute Abitur wie sonst kaum in einem Landkreis oder einer Stadt.
Foto: Marcus Merk (Archivbild)

Im Landkreis Augsburg gibt es inzwischen mehr junge Leute ohne Schulabschluss. Gleichzeitig liegt die Quote der Abiturienten bundesweit fast ganz hinten.

Die Zahl junger Menschen ohne Schulabschluss steigt: 6,6 Prozent betrug zuletzt der Anteil der jungen Menschen, die die Schule völlig ohne Abschlusszeugnis verließen. Das sind 0,9 Prozentpunkte mehr als noch 2011, im Jahr danach lag die Quote sogar bei nur 4,6 Prozent. Der Landkreis Augsburg kommt da besser weg: Hier blieben zuletzt 6,1 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent) ohne jeglichen Abschluss. Im bundesweiten Vergleich bedeutet das für den Kreis Augsburg Platz 170 im Vergleich der Landkreise. Auch die niedrigste Quote liegt in Bayern: Im Landkreis Main-Spessart sind ganze 2,3 Prozent der jungen Menschen ohne Abschluss.

Weitaus niedriger als im Bundesdurchschnitt ist jedoch im Landkreis Augsburg die Zahl der jungen Leute mit Abitur: Die Quote liegt hier bei 21,1 Prozent, bundesweit jedoch bei 34,6 Prozent. Damit liegt der Landkreis auf einem der letzten Plätze im bundesweiten Vergleich aller Landkreise, Städte und Stadtstaaten. Was hinzukommt: Noch 2011 lag die Quote im Landkreis Augsburg bei 28,9 Prozent. Beim Spitzenreiter in dieser Kategorie, dem Landkreis Neustadt an der Weinstraße in Baden-Württemberg, machen sogar 64 Prozent ihr Abitur.

Die Entwicklung hat nichts mit Corona zu tun

Corona hat übrigens mit dieser Entwicklung nichts zu tun, die aktuellen Zahlen betreffen den Zeitraum bis Ende 2019; und auch Förderschülerinnen und -schüler, an deren Schule kein Abschluss angeboten wird, sind in den Zahlen der abschlusslosen Jugendlichen nicht eingerechnet. Dabei gilt nach wie vor, Mama Abitur, Papa Abitur, Kind Abitur ist eine noch immer zutreffende Voraussage für den Bildungsweg: ''Mehr als sieben von zehn Kindern, von denen mindestens ein Elternteil Abitur oder Fachhochschulreife hat, erreichen diesen Abschluss ebenfalls'', sagt die Bildungsstatistik.

Das bedeutet: Kinder aus sozial schwächeren Elternhäusern gehen nach der Grundschule nicht gleich aufs Gymnasium. Auch das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg kann die anfänglichen Unterschiede kaum ausgleichen, heißt es im letzten Bildungsbericht der alten Bundesregierung weiter. (zds)

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