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Neusäß
23.06.2022

Die Feuerwehr sucht in Neusäß neue Könner

Alle acht Feuerwehren in Neusäß ziehen an einem Strang bei der neuen Werbekampagne um Mitglieder. Abordnungen starteten die Aktion gemeinsam mit (Mitte von links) Stephanie Schmid, Karin Mausz und Bürgermeister Richard Greiner.
Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

400 Feuerwehrleute gibt es in Neusäß und seinen Ortsteilen. Durch eine besondere Aktion sollen es aber noch mehr werden. Das entspricht auch dem Zeitgeist.

Die Stadt Neusäß steht mit ihren acht Stadtteil-Feuerwehren mit etwas über 400 aktiven Mitgliedern gut da. Im Einsatzfall stehen engagierte, ausschließlich ehrenamtlich arbeitende Bürgerinnen und Bürger zusammen, um die vielfältigen Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr zu bewältigen und anderen zu helfen. Bürgermeister Richard Greiner berichtete somit bei der Vorstellung der Kampagne der acht Feuerwehren „Macht doch „wasser“ wollt! … bei uns macht jeder „wasser“ kann!“ von einem gut funktionierenden System. Um dies längerfristig zu sichern, haben sich die Stadt Neusäß und die Feuerwehren aus Hainhofen, Hammel, Neusäß, Ottmarshausen, Steppach, Schlipsheim, Täfertingen und Westheim entschieden, eine große Aktion zur Mitgliederwerbung zu starten.

„400 aktive Mitglieder sind eine beachtliche Zahl und somit herrscht bei ca. 330 Einsätzen in Summe in den Ortsteilen von Neusäß kein akuter Mitgliedermangel. Dies ist jedoch nichts, worauf man sich letztendlich ausruhen sollte“, war man sich einig, insbesondere da sich das Alltagsleben für alle Mitglieder in den letzten Jahren weitgehend geändert hat. Sebastian Wiebe, der stellvertretende Kommandant der Feuerwehr Westheim und zentraler Koordinator der acht Feuerwehren, wurde deutlich: Sowohl im Berufsleben als auch im privaten Bereich seien die Anforderungen gestiegen. Die Anzahl der aktiven Feuerwehrfrauen und -männer sollte deshalb durchaus deutlich wachsen, um zu jeder Zeit die anfallenden Einsätze im Stadtgebiet bewältigen zu können, ohne dass die Pflicht für den Einzelnen zu groß wird.

Feuerwehrleute sollen nicht rund um die Uhr verfügbar sein müssen

Die Feuerwehrleute sollen sich den Luxus gönnen können, einmal abzuschalten, privaten Verpflichtungen nachkommen zu können und nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen zu müssen. Die Planungen für die Kampagne zur Mitgliederwerbung begann bereits 2019, die Durchführung wurde allerdings durch Corona nicht zeitnah möglich. Der damals gebildete Arbeitskreis arbeitete aber online weiter an der Planung und dem gemeinsamen Bild für alle Neusässer Feuerwehren. Zusammen mit der Geschäftsführerin der Werbeagentur Heart Advertising, Karin Mausz, wurde schließlich an vielen Abenden an dem Konzept und dem werbewirksamen Slogan mit Bezug zum Zeitgeschehen „Macht doch „wasser wollt! … bei uns macht jeder „wasser“ kann!“, gefeilt. So entstanden Plakate, Flyer und Flaschenetiketten für ein ganz besonderes „Löschwasser“ aus einer Spende der Brauerei Ustersbach.

„Das ist doch das Mindeste, was wir zu dieser tollen Aktion beitragen können“, zeigte sich Geschäftsführerin Stephanie Schmid von der Aktion und davon, dass die Stadt Neusäß gleich über acht Feuerwehren verfügt, begeistert. Das Werbematerial einschließlich der von der Brauerei Ustersbach gesponserten Wasserflaschen werden nun mit einer Einladung zu den entsprechenden Infoabenden der einzelnen Ortsteilwehren an alle Neusässer Haushalte verteilt. Damit wird in den nächsten Tagen und Wochen vor jeder Eingangstüre von Neusässer Haushalten eben solch eine Flasche mit „Löschwasser“ stehen, die aufmerksam macht auf die Arbeit der Feuerwehren und den Impuls zum Mitmachen geben soll.

Über den gelungenen Start der Kampagne für die Mitgliederwerbung der Neusässer Feuerwehren freuten sich (von links) Sebastian Wiebe, Stephanie Schmid und Richard Greiner.
Foto: Jutta Kaiser-Wiatrek

Wer bei der Feuerwehr aktiv ist, ist ein Macher

„Wir hoffen, dass zahlreiche Interessierte kommen und freuen uns über jede Rückmeldung“, so Sebastian Wiebe. „Werde Macher – werde Mit-Macher“ laden die Feuerwehren aber nicht nur Jugendliche, sondern alle Interessierten von 18 bis 60 Jahren ein, sich mit ihrem Wissen und Können für die Allgemeinheit einzubringen – sei es als aktives Mitglied, aber auch als förderndes Mitglied in der jeweiligen Ortsteilfeuerwehr.

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