Herr Kugelmann, Sie sind seit 42 Jahren Mitglied im Neusässer Stadtrat, Herr Hübner, Sie sogar seit 47 Jahren. Wie hat das denn damals angefangen - und kann man so eine lange ehrenamtliche Verpflichtung wirklich planen?
WILHELM KUGELMANN: Also, wenn alles so gelaufen wäre wie geplant, dann wäre ich 47 Jahre dabei. Ich war schon als Jugendlicher kommunalpolitisch interessiert und wollte eigentlich bereits bei der Nachwahl zum Neusässer Gemeinderat 1979 kandidieren. Damals musste genau überlegt werden, auf welchem Listenplatz welcher Ortsteil zu finden war. Entgegen der Nominierung durch den Westheimer Ortsverband auf Platz 9 sollte ich auf Platz 3 kandidieren, für den Westheim jemand anderen vorgesehen hatte. Ich hielt mich an die Vorgaben meines Ortsverbands und kam nicht auf die Liste. Eigentlich war das mein erster politischer Fehler.
UWE HÜBNER: Einen der Westheimer Plätze, nämlich Platz drei auf der Liste, bekam ich dann und wurde auch gewählt. Übrigens habe ich seitdem immer recht weit hinten auf den Listen kandidiert und wurde praktisch immer nach vorn gewählt. So ist das im Leben: Es gibt Zufälle, aber dann muss man auch wollen.
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