Das Dominikanerinnenkloster Wettenhausen war bis zum Jahre 1802 ein Reichsstift der Augustiner-Chorherren im Range einer Propstei. Heute gehört es dem Orden der Dominikanerinnen an. Das Kloster liegt in der mittelschwäbischen Gemeinde Kammeltal. Stolz erzählte Priorin Sr. Theresia Mende über den Werdegang des Klosters und verwies dabei auf die Kirche Mariä Himmelfahrt. Die zum Konvent Wettenhausen gehörige ehemalige Stiftskirche ist heute gleichzeitig die Pfarrkirche für die Gemeinde Kammeltal. Sie entstand im 12. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert im barocken Stil unter der Bauleitung von Michael Thumb umgebaut. Sie beherbergt wahre Kunstschätze wie beispielsweise die Kanzel oder die Pieta, vor der auch schon gekrönte Häupter mit ihren Anliegen beteten.
Wechselvolle Geschichte mit Verwüstungen und kultureller Blüte
Laut Chronik wurde das Kloster bereits 982 von der Gräfin Gertrud von Roggenstein und ihren beiden Söhnen Wernher und Konrad gegründet. Der 30-jährige Krieg (1618-1648) brachte schreckliche Verwüstungen mit sich. Mit Propst Dionys von Rehlingen erreichte das Kloster eine kulturelle, wirtschaftliche und geistliche Blütezeit. 1694 schuf der Stukkateur Johann Georg Brix die prächtige Akanthusdecke im Kaisersaal, welche die Besucher bei einer Klosterführung bestaunen konnten, wie natürlich auch den ganzen Kaisersaal selbst. Im Zuge der Säkularisation 1803 wurde das Reichsstift aufgehoben. 1864 erhielten die Dominikanerinnen von St. Ursula in Augsburg die Gebäude, gründeten wieder ein Kloster und richteten eine Schule (Gymnasium) ein. Stolz ist Sr. Theresia darauf, dass ihre Ordensgemeinschaft heute wieder im Wachsen ist.
Bestens geplant und vorbereitet
Nach der Kirchenführung begann der Gottesdienst mit Studentenpfarrer Gabriel Bucher aus Augsburg. Der Geistliche wurde von Altenseelsorger Diakon Robert Ischwang unterstützt, mit einer Mut spendenden Predigt. In der Klostergaststätte gab es im Anschluss das Mittagessen, später Kaffee und Kuchen. Wer wollte, konnte an einer Klosterführung teilnehmen. Die Maiandacht in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt wurde von Diakon Robert Ischwang und seinen Mitarbeiterinnen vorbereitet, gestaltet und durchgeführt. Geistig gestärkt, aber auch körperlich gut versorgt, begaben sich die Wallfahrenden wieder auf den Heimweg. Strahlendes Wetter begleitete einen wunderschönen Tag, der von Roswitha Kwoczalla, Gerlinde Halmagyi und Hildegard Kell bestens geplant und vorbereitet war. Kell sprach zu Beginn der Fahrt einen geistlichen Impuls, den Bus chauffierte Stefan Wörle.
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