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Neusäß

16.11.2018

95 Minuten unter Volldampf

Eine hitzige Partie unter Volldampf und Hochspannung lieferten sich der TSV Neusäß (rote Trikots) und die SpVgg Westheim. Erst in der fünften Minute der Nachspielzeit gelang den Gästen der 2:2-Ausgleich.
Bild: Marcus Merk

SpVgg Westheim erzielt im Derby beim TSV Neusäß in der Nachspielzeit den Ausgleich

Schon das Hinspiel war eine enge Kiste. Da gelang dem TSV Neusäß in der 88. Minute der 2:1-Siegtreffer auf dem Westheimer Kobel. Gestern Abend war es vor 450 Zuschauern noch dramatischer. Und wieder stibitzten die Gäste den Platzherren auf den letzten Drücker die Wurst vom Brot. In der fünften Minute der Nachspielzeit bugsierte Marco Spengler das Leder beim letzten verzweifelten Versuch doch noch irgendwie zum 2:2-Endstand über die Linie.

Die Gäste hätten sich nicht beklagen können, wenn sie zu diesem Zeitpunkt bereits mit einem oder zwei Mann weniger auf dem Platz gestanden hätten. Wenige Minuten vor dem Ausgleichstreffer hatte nämlich Benjamin Walter TSV-Keeper Tobias Kastenhuber regelrecht umgerammt. Diese Aktion war ebenso dunkelgelb, wie das Foul von Patrick Höfele an Emanuel Blenk (83.).

Mit den pfeilschnellen Spitzen der Hausherren hatte die Haberkorn-Truppe so ihre Probleme. Beim 1:0 versetzte Blenk die Hintermannschaft und zog einfach mal ab (26.). Ein Treffer aus heiterem Himmel. Unmittelbar vorher hatte ein Volleyschuss von Marco Spengler die Querlatte des Neusässer Tores touchiert. In der 30. Minute zog Blenk erneut auf und davon, setzte das Leder jedoch am langen Eck vorbei. Der Geschwindigkeit der beiden Neusässer Torschützen setzten die körperlich überlegenen Gäste Urgewalt entgegen. Vor dem 1:1 räumte der bis dato völlig unauffällig Benjamin Walter seinen in der selben Gewichtsklasse angesiedelten Gegenspieler Nico Rehm aus dem Weg, um dann die Kugel einzustochern (37.). Kurz vor dem Wechsel hatten beide Teams in einer intensiven Begegnung unter Volldampf noch den Führungstreffer auf dem Fuß. Kastenhuber pflückte Walter das Leder vom Schlappen (44.), Paul Schmuck zögerte vor dem leeren Tor zu lange, so dass Marcel Burda retten konnte (45.+1).

Unmittelbar nach dem Wechsel ließ Matthias Steger den gerade eingewechselten Stefan Merk stehen und vollendet zum 2:1 (47.). Dieser Treffer machte Westheim richtig wütend. Von da an ging das Spiel fast nur noch in eine Richtung. Die Pecher-Schützlinge konnten nur noch gelegentliche Konter inszenieren, die – wie sollte es anders sein – über Blenk oder Steger liefen. Für Aufregung sorgte eine Szene, als TSV-Torhüter Kastenhuber und Noah Waschkut zusammenrasselten (75.) Die Westheimer Anhänger forderten hier einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Bößhenz aus Neuburg, der mit seinen beiden jugendlichen Assistenten die hitzige Partie gut im Griff hatte, entschied auf Stürmerfoul. Die Gäste agierte meist zu ungestüm und übermotiviert, um die sattelfeste Neusässer Hintermannschaft ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Bis es schließlich in der fünften Minute der Nachspielzeit doch noch klappte.

Das Bild des Abends lieferte Westheims Marcel Burda, als er den verletzten Neusässer Emanuel Blenk vom Feld führte. Eine versöhnliche und faire Geste trotz aller Rivalität und vorher gezeigter teilweise rüder Zweikampfattacken.

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