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Handball

24.10.2017

Ab durch die Mitte

Mit sieben Toren führte Gersthofens Spielmacher Markus Walter (Mitte) seine Mannschaft zum 21:20-Erfolg im Derby gegen den TSV 1871 Augsburg.
Bild: Marcus Merk

Der TSV Gersthofen zeigt beim 21:20-Heimsieg gegen den Nachbarn TSV 1871 Augsburg einmal mehr, dass Derbys eigene Gesetze haben

Derbys haben ihre eigenen Gesetze – im Doppelpass wären das fünf Euro für das Phrasenschwein gewesen. Aber für das Spiel der Bezirksoberliga-Handballer des TSV Gersthofen gegen den TSV 1871 Augsburg, die Tigers aus Oberhausen, trifft dieser Satz wahrlich zu. Die Zuschauer mussten durch ein Wechselbad der Gefühle gehen, ehe am Ende ein extrem hart erkämpfter 21:20-Sieg zu Buche stand.

Leicht favorisiert gingen die Gersthofer in das Spiel. Nach dem erfolgreichen Saisonstart und den guten Leistungen gegen Kissing und Schwabmünchen wollten die Lechstädter natürlich auch das Nachbarschaftsduell erfolgreich gestalten und gingen mit einer gehörigen Portion Optimismus auf das Spielfeld. Dennoch warnte das Trainergespann um Daniel Egetemeir und Christian Boppel vor allzu viel Euphorie und versuchte vor dem Spiel ihre Schützlinge optimal auf die anstehende Aufgabe einzustellen.

Leider wurden die warnenden Worte nicht angenommen und so gerieten die Hausherren schnell mit drei Toren in Rückstand. In einer hitzig geführten und auf beiden Seiten mit technischen Fehlern gespickten ersten Halbzeit konnten sich die Gersthofer Jungs dennoch eine knappe, aber verdiente 12:11-Führung erarbeiten.

Im zweiten Spielabschnitt wollten die Mannen um Spielmacher Markus Walter eigentlich konsequenter zu Werke gehen und die oft gut herausgespielten Chancen besser verwerten. Leider war das Wurfglück dieses Mal nicht auf der Gersthofer Seite und der gut aufgelegte Ersatztorwart der Gäste vereitelte ein ums andere Mal beste Chancen. So plätscherte das Spiel lange Zeit vor sich hin und die Führung wechselte des Öfteren. Erst in der Schlussphase gelang es den Gersthofern, wieder etwas Oberwasser zu erlangen.

„Mit dem Ausgang des Spiels bin ich sehr zufrieden, dennoch müssen wir für die kommenden Aufgaben weiter an unserer Offensive arbeiten. Da haben wir heute extreme Schwächen im Abschluss gezeigt und zu oft einfache Fehler gemacht“, so Trainer Christian Boppel kurz nach dem Abpfiff.

Ein großer Wermutstropfen für die Lechstädter ist die Verletzung von Routinier Andreas Polz, der sich eine schwere Schulterverletzung zuzog und auf unbestimmte Zeit fehlen wird.

Am kommenden Sonntag reisen die Gersthofer zur Reserve des VfL Günzburg. Ein Spiel, das im Kampf um den Klassenerhalt unbedingt gewonnen werden muss. Anpfiff ist um 17 Uhr in der Günzburger Sporthalle. (cb-)

TSV Gersthofen Müller (Tor), Markus Walter (7/3), Polz (3/1), Hupfer (2), Boppel (2), Küch (2), Manuel Walter (2), Reithmeir (2), Erhard (1), A. Kraus, Schwarz, M. Kraus, Bauer.

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